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Auswechslungen (BVB)

Will Kane @, Saarbrücken, Mittwoch, 18. September 2019, 10:15 (vor 294 Tagen) @ Nolte

Interessant fand ich übrigens wieder die Einwechslungen. Brandt für Hazard war ja logisch, darüber muss man nicht reden.
Ansonsten fand ich aber doch ganz spannend, dass die zweite Auswechslung dann erst in der 87. Minute kam und die dritte sogar ganz ausblieb. Weder kam Weigl für den schon früh mit Gelb vorbelasteten Delaney, noch wurde ein etwaiger taktischer Wechsel von Zagadou für Guerreiro zur Stärkung der Defensive oder eine Einwechslung von Götze für die Offensive getätigt.

Damit will ich nicht sagen, dass Favre irgendwas davon hätte machen sollen. Aber ich finde es dahingehend interessant, dass sich trotz unserer anscheinend so starken Bank doch ein dermaßen klares Kernteam herauszukristallisieren scheint, sodass Favre in diesem Spiel sogar freiwillig auf einen dritten Wechsel verzichtet, der, je nach Geschmack, die Defensive oder Offensive hätte verstärken können.

Die gesamte Mannschaft war gestern nicht nur taktisch hervorragend eingestellt, die Umsetzung durch die Spieler war auch ausgezeichnet. Favre hat die Spieler aufgeboten, welche diese Umsetzung seiner Meinung nach am besten gewährleisten konnten. Dass gegen eine Mannschaft wie Barcelona dem Defensivkonstrukt dabei eine besondere Bedeutung zukommt, ist quasi selbsterklärend. Ein Spieler wie Messi kann auch wenn er aus einer Verletzung kommend seinen ersten Kurzeinsatz hat und noch lange nicht wieder in Form ist, bis zur letzten Minute immer ein Spiel entscheiden. Jede Änderung dieses Defensivkonstrukts (was das defensive Mittelfeld miteinschließt) wäre ein sehr großes, aus meiner Sicht zu großes Risiko gewesen. Weigl ist ein völlig anderer Spielertyp als Delaney und für Zagadou gilt dies im Vergleich zu Guerreiro ebenso. Die Unterschiede zwischen diesen jeweiligen Spielern auch hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen könnten kaum größer sein.

Kein Trainer wird ohne Not in einem engen Spiel in der Schlussphase gerade im Defensivbereich einen 1:1-Wechsel vornehmen und erst recht nicht, wenn diese Defensivformation der Garant im Spielverlauf dafür war, dass kaum Torchancen des Gegners zugelassen wurden. Das Risiko, dass durch Abstimmungsprobleme der alles entscheidende Fehler passiert, ist viel zu hoch. Wäre die personelle Besetzung gestern eine andere gewesen und hätte diese genauso gut funktioniert, hätte es aller Voraussicht nach ebenfalls keinen Wechsel gegeben. Das hat mMn wenig mit der Thematik ‚Kernteam’ zu tun.

Eine Verstärkung der Defensive durch die zusätzliche Hereinnahme eines Defensivspielers anstelle eines Offensivspielers ist eine andere Sache. Das kann in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll sein. Aber eine solche Situation war gestern nicht gegeben.

 

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