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Delaney würde einen Wechsel in Richtung PL bevorzugen (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 29.05.2018, 21:44 (vor 2986 Tagen) @ homer73

Bin da hin- und hergerissen:
Ist es besser für den BVB, wenn ein Spieler hier am Ziel seiner Träume ist?
Oder ist es besser, wenn er hier Gas gibt und noch höhere Ziele hat, dafür dann aber ggf. zügig hier weg ist?

Ich stelle mir diese Frage nicht. Aus einem recht einfachen Grund: Weil ich von jedem Spieler, der beim BVB unter Vertrag steht, zu jedem Zeitpunkt die bestmögliche Leistung erwarte. D.h. Nicht immer die absolute Bestleistung, sondern die, zu der er aktuell jeweils in der Lage ist. Es handelt sich um Berufsfußballspieler und eine professionelle Berufsauffassung muss man als Club voraussetzen können, ganz gleich ob ein Spieler noch andere Clubs zu einem späteren Zeitpunkt im Visier hat oder ob er beim BVB (oder einem anderen Club) ein Verbleiben anstrebt. Bei Delaney hätte ich im übrigen keine Zweifel an seiner professionellen Einstellung.

Andererseits muss ein Spieler auch erwarten können, dass sein Club fair mit ihm umgeht. Der Berufsfußball geht im Prinzip bis in die Regionalliga, oftmals sogar noch eine Liga tiefer. Sehr viele Spieler sind in ständiger Unsicherheit, ob und wie es in der darauffolgenden Saison weitergeht. Wir schauen halt oft sehr eingeengt auf den absoluten Spitzenfußball in Deutschland. Aber auch in der Bundesliga geht es für viele darum, das nächste Jahr zu sichern. Es ist ja nicht nur so, dass die Spieler diejenigen sind, die den Clubs gegenüber in der besseren Position sind. Ein durchschnittlicher Spieler läuft eben auch immer Gefahr, dass sein Club ihn aussortieren will.

Eine Profifußballerkarriere dauert vielleicht 12, vielleicht 15 Jahre. Das Risiko der Sportinvalidität ist dabei immer latent vorhanden. Vieles läuft da auch nicht so, wie man es vielleicht geplant hat. Da finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn man von Spielerseite zu einem anderen Club wechseln will, wenn dies für denjenigen eine Verbesserung darstellt. Aber immer nach den Regeln, mit offenen Karten und ohne Sperenzchen.

Wenn ein Spieler bei uns zwei, drei oder besser vier Jahre seine bestmögliche Leistung abliefert und er dann wechseln will, weil es für ihn eine Verbesserung bedeuten würde, dann ist das für mich vollkommen in Ordnung. Er muss es ja auch akzeptieren, wenn der Club zu ihm sagt, dass er nicht mehr mit ihm plant. Wichtig ist, anständig miteinander umzugehen. Für mich ist eine gute Berufsauffassung eines Spielers wichtiger als der Traumverein eines Spielers zu sein. Sollte sich beides decken, um so besser.


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