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kicker am 28.05 | Favre, Transfers (BVB)

Blarry, Essen, Montag, 28.05.2018, 13:09 (vor 2988 Tagen) @ FullHD
bearbeitet von Blarry, Montag, 28.05.2018, 13:24

In der Theorie mag das so sein. Aber wie viele Spieler der letzten, sagen wir, fünf Jahre fallen Dir ein, die wir für weniger Geld verkauft haben als sie uns im Einkauf kosteten? Das sind in Anzahl und "verlorenen" Summen wirklich bedenklich wenige:

- Neven Subotic (traurig genug), kam für 4 Millionen, ging für lau,
- Kevin Kampl, kam für 12, ging für 11,
- Ciro Immobile, kam für 18, ging für (Leihgebühr + Kaufoption) 14,
- Julian Schieber, kam für 6.5 , ging für 2.5.

Das wars, wenn man nicht in die Untiefen der Buchhaltung schaut und nach Dong-Won Ji oder Joo-Ho Park sucht. Im gleichen Zeitraum haben wir 12 Millionen Plus gemacht, indem wir Mario Götze für paar Jahre in München geparkt und später wieder günstig abgeholt haben.
Ansonsten hat durch die Bank jeder, der hier nicht einschlug, erkleckliche Gewinne gebracht, ob Adrian Ramos, Mikel Merino oder Emre Mor.

Die Inflation im Fußball der letzten Jahre verringert das Risiko, Verluste selbst mit international mittelschweren Transfers einzufahren, doch enorm. Das spielt gerade Klubs wie uns in die Karten, die mit Player Flipping traditionell hervorragend gut wirtschaften.

/Edit: all das ist natürlich hanebüchen simplifiziert und ignoriert, dass diese "Transferbilanzen" vollkommen fürn Arsch sind. :P
Spielertransfers werden in der Buchhaltung nämlich genauso bilanziert wie jede stinknormale Anschaffung, konkret über die Dauer der Vertragslaufzeit. Beispielsweise wird André Schürrle ab Juli mit nur noch rund 18 Millionen Restwert in den Büchern stehen. Verlust im eigentlichen Sinne machen wir erst, wenn wir ihn in diesem Sommer für weniger verkaufen. Oder nächstes Jahr für unter 12 Millionen. Alle Summen darüberhinaus sind betriebswirtschaftlich ein Gewinn.

Sportlich könnte das ein guter Transfer werden, allerdings wäre man dann bei Akanji und Diallo auch schon knappe 50Mio für 2 IV los(!), was für eine kranke Entwicklung der Preise

Innenverteidiger werden prinzipiell viel zu billig gehandelt. Ein Virgil van Dijk sollte in den Sphären, die für Offensivspieler gezahlt werden, längst keine freakige Ausnahme sein. Aber auch der Markt wird sich eventuell öffnen und 50 Millionen für zwei Innenverteidiger zu einem absurd rentablen Investment machen.


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