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Sicherlich ein guter Torhüter,... (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 26.02.2018, 12:00 (vor 2866 Tagen) @ CHS

Abgesehen davon, sehe ich bei ihm das gleiche Problem wie bei Bürki. Das Torwartspiel bei Eintracht wird sicherlich anders aussehen als beim BVB.

So ist es. Kann mich auch nicht an grobe Patzer von Bürki bei Freiburg erinnern.

Die SGE ist zwar Tabellennachbar des BVB im oberen Tabellendrittel und zeigt sich in der Rückrunde stabiler als dies in der Vorsaison der Fall war. Kovac leistet dort wirklich gute Arbeit. Aber eine Spitzenmannschaft ist die Eintracht deshalb noch lange nicht. Man profitiert auch von der Schwäche der Konkurrenz. Und Kernmerkmal des eigenen Spiels ist nach wie vor die defensive Stabilität, die nicht über eigenen Ballbesitz erreicht wird. Hradecky selbst weist darauf hin, dass seine Vorderleute wenig zulassen und ihm die Konzentration auf seine Kernaufgabe ermöglichen.

Seine Arbeit mit dem Fuß wird in Frankfurt durchaus kritisiert. Interessant finde ich seine Aussage, dass der Trainer einen geordneten Spielaufbau von hinten präferiert und diesen auch einfordert. Hradecky selbst hält nichts von einem solchen Spielaufbau und bevorzugt lange Abschläge, auch wenn der Trainer dies an der Seitenlinie moniert. Er müsse schließlich selbst entscheiden, was er tut, wenn er den Ball habe. Man habe ja auch Abnehmer für lange Abschläge. Wobei sich seine Abschläge durchaus verbessert haben und auch schon ein Tor aus so einer Situation erzielt wurde. Beim BVB gibt es aber keine Abnehmer, zumindest nicht aktuell. Und der geordnete Spielaufbau von hinten heraus dürfte auch vom BVB-Trainer der neuen Saison gewünscht werden, ganz gleiche er dies werden sollte.

Hradecky gehört sicherlich zu den besseren Keepern der Bundesliga. Ohne Patzer ist sein Spiel aber auch nicht. Die Szene, die zum Elfmeter im Pokalfinale führte, wird in Frankfurt schon so gesehen. Und sein Handspiel außerhalb des Strafraums im Spiel in Leipzig letzte Saison, für das er einen Feldverweis erhielt, war schon ein dicker Bock.

Ein Upgrade zu Bürki wäre Hradecky in meinen Augen nicht. Ob er für den Spielaufbau, aber auch das Defensivspiel einer dominant agierenden Mannschaft geeignet wäre, kann man durchaus mit einem Fragezeichen versehen. 2 Torhüter zu haben, die beide den Anspruch auf die Nr. 1 hätten, mag eine leistungsfördernde Konkurrenzsituation schaffen. Ich persönlich bin diesbezüglich skeptisch. Der Schuss kann nach hinten losgehen, weil Unruhe entsteht. Und die sollte man gerade im Defensivverbund vermeiden. In den 60ern gab es so etwas mal beim BVB mit Tilkowski und Wessel, was letztlich zum Fortgang Tilkowskis führte.

Ein junger Keeper mit Potential, den man einerseits sukzessive aufbaut und der andererseits seine Rolle als Nr. 2 akzeptiert, wäre für mich persönlich die bessere Variante.


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