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Bosz stellt sein Ego über Wohl von Verein u Mannschaft (BVB)

Bembele, Münster, Samstag, 21.10.2017, 22:10 (vor 3012 Tagen) @ Gargamel09

100% kann man nie erreichen, sagt er selber, 80-90% waren es vielleicht zu Saisonbeginn, momentan ist das über weite Strecken des Spiels überhaupt kein Pressingfußball.

Kann auch sein, dass wir für sein System nicht die Spieler haben. Zagadou, Sokratis, Toprak, Nuri, Castro, Auba sind keine Pressingmaschinen, die das 50 Spiele pro Saison zu mindestens 70% erledigen können.

Zwei Minuten vor dem Spiel hatte ich hier die unten nochmals zitierte Spiel-Vorausschau (auch in Punkto System) auf das Spiel gemacht. Und leider ist es dann so ähnlich gekommen... Vorweg: die Wechsel von Bosz sind doch nun wirklich nicht Schuld, dass aus einem 2:0 ein 2:2 wurde. Das ist nur zeitlicher Zufall. So einen Vorwurf machen nur die Ahnungslosen wie z.B. Eki Heuser von Sky.
Denn schon VOR den Einwechseln haben wir Harakiri-Fußball vom Feinsten gespielt und 7 Großchancen der Eintracht zugelassen. Am Schluß waren es nach meiner Rechnung 11!! Ich kann mich an kein Spiel erinnern (seit der 12:0 Niederlage gegen Gladbach vor 30 Jahren) das wir soviel zugelassen haben. Wie Bosz sich dann nach dem Spiel hinstellen kann und behauptet, er sei unzufrieden, dass man das 2:0 nicht über die Runden gebracht habe, weil man ja auch noch Chancen zum 3:0 gehabt habe. Hat er denn nicht die 60 Minuten davor und die 20 danach gesehen (ab der 80. Minute waren wir auf einmal dominant)? Da haben nur Bürki, das Unvermögen der Frantkfurter (mehrfach Rebic, Wolf) und Glück einen vorherigen Gleich- bzw. Rückstand verhindert.
Der Kicker (Hennecke), der Tuchel über die Maßen extrem schlecht gemacht hatte und Bosz als den Frieden in den Verein bringenden Erlöser dargestellt hat, sprach nun nach dem Nikosia-Spiel (Kicker von Donnerstag S. 5)schon von "einer an Realitätsverdrängung erinnernden Wahrnehmung" des Dortmunder Trainers, weil dieser glauben machen wollte, sein Team habe in Nikosia "sehr gut angefangen" und Torchancen herausgespielt". Torchancen wurden heute einige herausgespielt, doch was nützt das, wenn man noch mehr zuläßt?
Und da sind wir auch bei der Verantwortung des sich allzu stur gebenden Trainers, der am Mittwoch in Nikosia versicherte, sein System werde nie verändert. Wie konnte er bei der heutigen Aufstellung, die gerade in der Abwehr nicht eingespielt sein konnte (Subotic, Weigl) auf seinem kompromißlos offensiven System verharren, wo doch vorhersehbar war nach den Spielen gegen Gladbach, Augsburg, Real und Leipzig, dass unser langsames Mittelfeld und heute ohne Sokratis und Toprak (beide im Vergleich zu Weigle und Subotic vergleichsweise schnell) auch unsere relativ langsame Abwehr sich mit diesem System als löchriger Käse erweisen würden.
Wieso aber sieht das Bosz nicht vorher? Hat er sich blenden lassen von den Erfolgen gegen die schlechtesten Mannschaften der Tabelle (und einem in der Höhe glücklichen 6:1 gegen Gladbach)? Er müßte sein System doch an das Spielermaterial anpassen, defensiver stehen, vielleicht mit 2 Sechsern agieren, das Pressingverhalten im Spiel variieren. Gerdae die größten Chancen haben wir heute doch auch nicht durchs Pressing, sondern durch Konter erreicht. Soviel Glück wie heute werden wir schon in Magdeburg und dann gegen München sicher nicht haben. Wenn das Spiel in Magdeburg verloren geht, in Hannover nicht gewonnen werden sollte und es dann gegen Bayern mit diesem Pressingsystem eine höhere Niederlage geben sollte, dann wird auch für den 'Vereinsbefrieder' Bosz die Luft sehr dünn werden. Seine widersprüchlichen Einschätzungen zum Spiel heute sind kein gutes Zeichen, dass er einsichtig werden könnte.

Das hatte ich kurz vor dem Spiel hier im Forum geschrieben"
Münster, Samstag, 21. Oktober 2017, 15:28 (vor 3 Stunden, 59 Minuten)

... Subotic kann ohne Spielpraxis gar nicht bei 100 % sein, vielleicht wird es dennoch ein gutes Spiel machen können, ABER: wenn Bosz heute mit dieser Wackelabwehr, die noch nie so zusammengespielt hat, auch wieder nur SEIN Pressing-System spielt, dann wird es zu 70% nichts werden heute (es sei denn sie führen mal wieder früh mit 1:0 der 2:0), zumal die Abwehr ohne Sokratis auch noch deutlich an Geschwindikeit verloren hat, von der Schwierigkeit beim Spielaufbau von hinten heraus mit der Abwehr ganz zu schweigen. Da müßte man normalerweise aus der gesicherten Abwehr agieren, um Platz für Konter zu haben. Aber lassen wir uns überraschen, ob der Trainer doch noch etwas lernfähig ist und sich mal nach dem Spielermaterial richtet....


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