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Das ist ja kein abschließendes Urteil (BVB)

Nietzsche, Freitag, 15.09.2017, 22:44 (vor 3044 Tagen) @ breisgauborusse

Aber was meinst du mit der gleichen Herangehensweise? Keinen Plan zu haben wenn der Gegner tief steht und sich dann noch einen Konter einfangen, weil man selbst ziemlich hoch steht?

Ich finde uns defensiv klar besser als unter Tuchel. Das ist schon echt ok. Wird sich mit zunnehmender Eingespielheit auch noch bessern und Fehler werden seltener. Das sehe ich ehrlich gesagt ziemlich entspannt.

Mir fehlt die Idee für die Offensive. Wir greifen sehr breit an und halten dann die Flügel. Wir drücken den Gegner hinten rein, bis er fast alle Spieler in einem schmalen Streifen vor seinem 16er stehen hat.
Ja und dann stehen wir vor diesem Riegel und wissen nicht weiter. Da wir ja Breite haben, spielen wir nach außen. Doch was wollen wir dann machen? Flanken?
Und wer soll die in der Mitte verwerten? Kagawa, Götze, Castro, Pulisic?

Auch bei Umschaltmomenten wird nicht flott angegriffen, sondern erst einmal die Grundordnung hergestellt.

Daher meine Befürchtung, dass sehr viele Spiele in dieser Saison so aussehen werden wie die Tottenham und Freiburg und wir langsam an Ratlosigkeit eingehen.

Ich wusste das nicht, aber in dem Artikel stand ja, dass Bosz mit Ajax auch diese Probleme gehabt habe. Im Euro-Endspiel wurde er genau so taktisch ausgeguckt, in Tottenham nochmal, in Freiburg auch. Kann Zufall sein, klar.

Also meiner Meinung nach hatte die Niederlage in London nichts mit dem System zu tun, sondern mit Leichtsinnigkeit im Zweikampfverhalten und mit Pech. Ein 2-2 wäre verdient gewesen.

Das System war offensiv viel zu schlecht für unsere Qualität. Defensiv gebe ich Dir recht, das waren Einzelfehler und am Ende sind wir auseinandergefallen.

Wir hätten da gewinnen können. Tottenham hat Räume angeboten. Die haben wir aber nicht genutzt. Immer wenn wir mal schnell und flach kombiniert haben, brannte es bei denen lichterloh.
Und wir haben doch die Spieler dafür: Götze, Kagawa, Pulisic, Dahoud usw. Die sind doch bärenstark in engen Räumen. Wozu das Spiel breit machen und die Abstände zwischen unseren Spielern groß halten? Eine Seite überladen, blitzschnell kombinieren und auf der anderen Seite lauern (vgl. Ginter in Tuchels erstem Halbjahr).
Dann kannst auch immer drohen, auf Auba durchzustecken.

Aber breit? Die Flügel beide besetzen? Wozu? Das wozu das gemacht wird, kriegen wir mit unseren Jungs auch so hin, dafür sind die einfach zu gut.

Freiburg war ein anderes Spiel in der Offensiv die linke Seite nicht stattfand, weil Zagadou wieder über links spielen musste und dabei nicht unterstützt wurde. Somit musste Freiburg sich nur auf die Mitte und auf unsere rechte Seite konzentrieren. Bosz hatte in diesem Spiel einfach auch wenig Alternativen, sodass selbst ein Pulisic, der zuvor zwei Länderspiele zocken durfte, durchspielen musste.

Das sehe ich anders. Wir hätten mehr aus unseren Fähigkeiten machen können. Für mich sah das ideenlos aus. Siehe oben. Wir drängen jeden Gegner hinten rein, wissen dann aber nicht, wie wir die Enge bespielen sollen.

Gut war das trotzdem nicht klar.
Warten wir es ab. Ich traue Bosz zu Lösungen zu finden.

Ich kann Bosz bisher überhaupt nicht einschätzen. Mein Buchgefühl: Er ist von der Richtigkeit seiner Idee überzeugt und wird nicht davon abweichen. Ich hoffe, ich liege da falsch.
Meine Hoffnung: Er spielt ein System, das die großen Stärken unseres Kaders nutzt.


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