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Offiziell: Michael Reschke wird Sportvorstand beim VfB. (Fußball und Sport allgemein)

Chappi1991, Samstag, 05.08.2017, 15:22 (vor 3074 Tagen) @ Ulrich

Aber war Reschke nicht der, der auf junge deutsche Spieler setzen wollte? Kimmich geholt hat und auch an Brandt arbeitete?
Und ist es nicht genau das, was der Uli auch wieder wollte ?


Ich frage mich was gerade beim FC Bayern abläuft. Uli Honeß hat den Laden über die Jahrzehnte als sehr gut funktionierende Maschine aufgebaut. Die wichtigen Zahnräder allerdings sind meiner Meinung nach nicht Leute wie Rummenigge und Co. sondern die Reschkes. Und denen stößt man jetzt augenscheinlich vor den Kopf.

Ich erkenne - ehrlich gesagt - ein ganz anderes Muster hinter dem System Hoeneß. Es gibt eine Wellenbewegung seitdem Hoeneß vor 38 Jahren übernommen hat. Die ersten fünf Jahre waren von einem wirtschaftlichen Niedergang geprägt, der sportlich durch Pal Csernai mit eher durchschnittlicher Mannschaft trotzdem eine recht erfolgreiche Phase beinhaltete.

Dann hat man sich mit dem Geld saniert und mit der Kompetenz von Udo Lattek eine in Deutschland sehr dominante Phase eingeleitet, die auch fast im Europacupsieg gemündet wäre. Ohne Lattek war man dann noch eine Zeit lang erfolgreich, aber es ging abwärts bis ins tiefe Tal Anfang der 90er. In der Zeit war Hoeneß praktisch allein für Transfers verantwortlich und holte eine Graupe nach der anderen.

Dann machte sich K.H. Rummenigge auf, um Scherer & damit Hoeneß zu stürzen. Franz Beckenbauer schaltete sich dann ein, wurde selbst Präsident und moderierte damit zwischen KHR & Hoeneß. In der Folge gab es eine wirtschaftliche und auch gewisse sportliche Erholung. Mit Ottmar Hitzfeld kam dann der große sportliche Aufschwung mit CL-Sieg und vier Meisterschaften innerhalb von fünf Jahren.

Danach gab es wieder einen Abschwung mit weniger Meisterschaften, vorallem aber der Chancenlosigkeit in der CL. Mit van Gaal wurden ab 2009 neue konzeptionelle Grundlagen gelegt, die dann mit den großen Investionen 2011 & 2012 in einer weiteren Hochphase mündeten. In der Folge konnte man das verfestigen, institutionalisieren mit Dreesen, Sammer, Reschke, Guardiola.

Was als Muster erkennbar ist, ist der Erfolg, der nur immer da war, wenn Hoeneß nicht alleine wirtschaften konnte/musste. Und er ging immer wieder, wenn die Person dann wieder den Club verließ. In der letzten Hochphase hatte man allerdings ein ganzes Gerüst an Personen, die nun Stück für Stück den Club verlassen. Eigentlich war man mal für eine lange Periode des Erfolgs gut aufgestellt. Scheinbar ist es nicht zuletzt Hoeneß, der das ganze nun wieder dekonstruiert.

Ich sehe da über die Jahre eigentlich keine sehr gut funktionierende Maschine (wirtschaftlich natürlich schon), sondern eine One-Man-Show mit Phase, in denen er andere starke Akteure für den Erfolg immer wieder temporär neben sich duldete.


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