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Wenn die Szene mit dem SPIEGEL-Reporter stimmt, ist Watzke nicht mehr tragbar (BVB)

Schnippelbohne, Bauernland, Montag, 05.06.2017, 22:51 (vor 3283 Tagen) @ Kutte92

In dem FAZ-Artikel wird ja auch nochmal Bezug genommen auf die Tatsache, dass Watzke sich von einem SPIEGEL-Journalisten hat begleiten lassen und dieser Journalist offenbar schon wochenlang wusste, dass Tuchel entlassen werden würde - und sich trotzdem noch im inneren Kreis des Clubs bewegt und auch mit Tuchel gesprochen hat.

Da ist diese eine Szene, die zuletzt auch in dem Stern-Artikel "Watzkes peinliches Nachtreten gegen Tuchel" folgendermaßen zitiert und interpretiert wurde:

Beispiellos auch die geschilderte Anfangsszene am Morgen vor dem Pokalfinale. Auf der Terrasse des Hotels kommt Tuchel zu Watzke und dem "Spiegel"-Reporter an den Tisch. "Ein Händedruck, zweimal falsches Lächeln", wird die Szene beschrieben. "Dass er ihn drei Tage später entlassen wird, kann er nur mühsam verbergen", heißt es. Und: "Die Situation belaste ihn, sagt er als Tuchel weg ist." Der BVB-Boss, der gerne von Werten wie Loyalität und Vertrauen faselt, bespricht also seine Beziehung mit einem Trainer, den er bald feuern will, mit einem Reporter - und das auch noch kurz nachdem er Tuchel falsche Freundlichkeiten vorgaukelt.

Wenn das so stimmt, wäre Watzke in meinen Augen nicht mehr tragbar. Das wäre wirklich unterste Schublade.

Dass der Journalist vor Tuchel selbst von dessen Entlassung wusste bzw. dass er überhaupt vor der offiziellen Verkündung davon wusste, wird da aber ohne jeden Beleg einfach aufgrund der Anwesenheit des Journalisten unterstellt. Ich kann in dem zitierten Text zumindest keinen Beweis dafür entdecken, dass der Journalist eingeweiht war. Langzeit-Portraits sind ein in den Medien beliebtes Genre, wahrscheinlich schon Monate im Voraus geplant und vereinbart. Das allein macht den Journalisten nicht zum Watzke-Intimus.
Insgesamt würde ich mir wünschen, dass einige User hier Fakten auf der einen Seite und unbewiesene Vermutungen und Unterstellungen auf der anderen Seite nicht so undifferenziert miteinander vermischen, wie das derzeit in einigen Medien der Fall ist.


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