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Schlimmes Fußballspiel (BVB)

Micawber, Sauerland, Sonntag, 14.05.2017, 11:48 (vor 3158 Tagen) @ MauriciusQ


Das wirklich schöne aber: Es war das zweiletzte Spiel unter Tuchel.


Hast Du das nach dem zweit letzten Spiel unter Bert van Marwijk auch gesagt?

Ich weiß nicht was dieses beständige Bashing soll. Tuchel ist in gut zwei Wochen beim BVB Geschichte. Aber das heißt nicht dass wir danach automatisch sportlich einen Sprung nach vorne machen.


Nein. Aber in allen anderen Punkten geht es aufwärts


Musst ja eine tolle Glaskugel haben. ;-)

Ist ja gut möglich, dass Tuchel tatsächlich so ein "Soziopath" ist, wie er hier von einigen dargestellt wird. Ob sein Nachfolger allerdings in dieser Hinsicht ein ganz anderes Kaliber sein wird, mus man wohl doch erstmal abwarten müssen.

Unter den Star-Trainern scheint so ein Charakterzug ja doch recht verbreitet zu sein. Guardiola, Mourinho oder auch van Gaal sind bestimmt auch nicht die nettesten Zeitgenossen, selbst bei Favre, der anders als die anderen genannten durchaus neuer BVB-Trainer werden könnte, gibt es nicht wenige kritische Stimmen.


Dass es unter bzw. mit Tuchel ziemlich heftig gewesen sein wird, kann ich mir durchaus vorstellen, und allein schon sein Verhalten im Fall Mislintat ist mehr als nur bedenklich, viele der weiteren hier vorgebrachten Indizien kann man jedoch auch anders interpretieren. Was da so teilweise als Argument herangezogen wird, ist ziemlich dürftig, wie etwa der Hinweis auf seine Team-Kritik nach dem Darmstadt-Spiel.

Es gibt m.E. sogar einige entlastende Argumente bzw. Sichtweisen, die Tuchel in einem nicht ganz so schlechten Licht erscheinen lassen. Was spricht etwa gegen das folgende Szenario:

Wie andere Top-Trainer auch ist Tuchel ein schwieriger Charakter, der letztlich aber nur in völiger Konsequenz seinen Weg gehen will und dabei der Erreichung der sportlichen Ziele alles andere völlig unterordnet. Dabei verlangt er eben auch von allen Spielern, Mitarbeitern etc., dass diese im Hinblick auf das Erreichen dieser Ziele ebenfalls alles geben und er in dieser Hinsicht die Richtlinienkompetenz innehat.

Personal, das nicht in sein Konzept passt, wird aussortiert, wie es etwa bei Spielern wie Kuba oder Subotic der Fall war. Andere Spieler innerhalb des Kaders bekommen kaum noch eine Chance etc.

Die erste Saison läuft über Erwarten gut und dadurch werden wahrscheinlich die bereits vorhandenen Misstöne überdeckt. Danach beginnt es dann aber zu kippen. Entgegen der vorlauten Behauptung des Geschäftsführers werden doch drei wesentliche Stammspieler verkauft, bei den Neuverpflichtungen gibt es Streit, weil der Verein die Forderungen des Traners nicht erfüllen will und kann. Statt einiger "gestandener" Spieler (Toprak,Bellarabi) und anderer Wunschspieler (Torres) gibt es hochtalentierten Nachwuchs und einige etablierte Spieler, bei denen zumindest einige wohl eher nicht mal auf der erweiterten Wunschliste von Tuchel gestanden haben dürften. Vielleicht holt man auch daher noch als "Wiedergutmachung" den teuersten Sieler der Vereingeschichte.

Sportlich läuft es in der zweiten Saison aus unterschiedlichen Gründen (u.a. Verletzungen) dann allerdings nicht mehr ganz so gut, zumindest in der Bundesliga, und damit werden die Konflikte dann immer deutlicher. Tuchel fühlt sich vielleicht ungerecht behandelt, weil man von ihm Patz 2 oder 3 als absolutes Minimum verlangt, er es aber aufgrund des notwendigen Einbaus neuer, oft noch unerfahrener, junger Spieler sehr schwer hat, die dazu notwendige Konstanz hinzubekommen, und es daher eben nicht mehr als Selbstverständlichkeit sieht.

Tuchel sieht sich zunehmend in der BVB-Famile isoliert und in eine Ecke gedrängt, was zur Folge haben könnte, dass er auch aus dieser Frustration heraus immer mehr Konflikte provoziert. Ein paar unbedachte Äußerungen und gezielte Provokationen später, werden diese Konflikte dann auch von außen immer sichtbarer.

Sportlich läuft es dagegen mittlerweile sogar noch ganz gut und mit dem immer noch erreichbaren 3. Platz und dem möglichen Pokalsieg hätte man die Erwartungen sogar etwas übererfüllt.

Letztlich sind aber alle Spekulation über den Charakter Tuchels und mögliche Eskalationsszenarien ohnehin obsolet, denn die Trennung ist mittlerweile unumgänglich.

Wieso unser CEO allerdings die für beide Parteien übelste Variante dafür gewählt hat, erschließt sich mir einfach nicht.


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