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Ist das noch Kritik, oder schon Mobbing? (BVB)

Fonzie, Münster, Sonntag, 08.11.2026, 19:22 (vor 1 Stunden, 38 Minuten) @ d0g1am.

Da macht Nmecha nach wochenlang teils wirklich schlechten Leistungen endlich mal wieder ein gutes Spiel, und schon werden die ollen Kamellen wieder ausgepackt. Es ist doch wirklich nichts neues passiert, selbst den Torjubel hat er jetzt schon mehrfach gemacht, auch bei der Nationalmannschaft. Trotzdem wird das Thema immer wieder aufgemacht, und immer wieder nur bei Nmecha. Nervt langsam.

Im Kicker wurde die Stellungnahme als Ergebnis eines längeren Prozesses innerhalb des Vereins dargestellt. ISt also so nicht ganz korrekt.

Betrifft ja auch nicht nur Nmecha, wir haben da noch mehr Spieler, die das eigentlich betreffen würde. Durchaus auch von anderen Religionen, die vermutlich nicht ganz so liberal sind, was Homo- und Transsexualität angeht. Trotzdem ist es immer wieder Nmecha, der da in den Fokus gerückt wird.

Hierzu noch mal zwei Dinge: Erstens finde ich diese fast schon zwanghaften Hinweise/Andeutungen darauf, dass Muslime ja viel schlimmer seien, schwer verständlich, wenn man gleichzeitig unbegrenzte Toleranz für fundamentalistisches und diskriminierendes Gedankengut einfordert.

Zum anderen könnte man sich mal fragen, wieso viele Menschen Nmechas Verhalten kritischer sehen als das der anderen bekennenden Christen (gibt ja inzwischen genug davon...) und Muslimen, statt immer so zu tun, als habe die Kritik vor allem was mit Christenhass zu tun.

Was ist denn erlaubt? Und wer entscheidet das? Als er mit Bibel aus dem Bus ausgestiegen ist, wurde das kritisiert. Der Torjubel mit der Krone wird kritisiert. Selbst die gemeinsamen Gebete zusammen mit Gegenspielern (!!) wurden teilweise heftig kritisiert. Auf die Idee muss man erstmal kommen: Da kommen Gegenspieler nach einem Spiel zusammen zum Gebet und besinnen sich auf Gemeinsamkeiten. Und selbst daran finden Leute was zu kritisieren. Absolut wild.

All diese Dinge sind isoliert nicht verwerflich, auch wenn ich den Torjubel kritischer sehe, als die anderen Dinge. Die Tatsache, dass du die Dinge, die von den Kritikern als besonders problematisch eingestuft werden, allesamt weglässt, zeigt mir eigentlich, dass du weißt, worum es geht und hier nicht ehrlich argumentieren willst, sondern lieber einen Strohmann konstuierst.

Joa, das würden 80%+ der praktizierenden Katholiken und Muslime wohl so unterschreiben. Die müssten wir dann konsequenterweise ja auch ausschließen, oder?

Ich kenne viele praktizierende Christen und von denen würde das nur eine keine Minderheit so unterschreiben. Und die meisten fänden es auch halbwegs irre, in irgendeiner Weise mit Satan zu argumentieren.

Um auch theologisch mal ein bisschen aufzuräumen: Nur weil etwas als "Sünde" gilt, verliert ein Mensch dadurch weder seine Würde, noch seinen Wert. Würden die Kirche oder auch diese "Ballers in God" Sünder ausschließen, müssten sie sich auflösen, da bleibt nämlich keiner übrig.

Auch das empfinde ich als unehrliche Argumentation. Evangelikale versuchen weltweit massiv politisch Einfluss zu nehmen und die Freiheitsrechte von Menschen zu beschneiden. Da muss man nicht mal auf Minderheiten Transmenschen oder LGBTQ schauen, das geht bereits bei Frauenerechten los.

Nmecha macht sich mit diesen Menschen gemein. Das stört mich und würde mich genau so stören, wenn sich ein muslimischer Spieler mit Islamisten oder ein jüdischer Spieler mit Zionisten gemein macht. Schade, dass man diese Diskussion nicht mehr führen kann, ohne prophylaktisch diesen Whataboutismen vorzubeugen. Von daher hast du da mit deinem letzten absatz schon einen Punkt, wenn auch ganz anders, als intendiert.


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