Willkommen im BVB-Forum

Ist das noch Kritik, oder schon Mobbing? (BVB)

d0g1am., Bochum, Sonntag, 08.11.2026, 18:15 (vor 25 Minuten) @ jrn

Da macht Nmecha nach wochenlang teils wirklich schlechten Leistungen endlich mal wieder ein gutes Spiel, und schon werden die ollen Kamellen wieder ausgepackt. Es ist doch wirklich nichts neues passiert, selbst den Torjubel hat er jetzt schon mehrfach gemacht, auch bei der Nationalmannschaft. Trotzdem wird das Thema immer wieder aufgemacht, und immer wieder nur bei Nmecha. Nervt langsam.

Betrifft ja auch nicht nur Nmecha, wir haben da noch mehr Spieler, die das eigentlich betreffen würde. Durchaus auch von anderen Religionen, die vermutlich nicht ganz so liberal sind, was Homo- und Transsexualität angeht. Trotzdem ist es immer wieder Nmecha, der da in den Fokus gerückt wird.

Wir respektieren das Recht jedes Menschen, seinen Glauben zu leben und öffentlich zu bekennen.

Was ist denn erlaubt? Und wer entscheidet das? Als er mit Bibel aus dem Bus ausgestiegen ist, wurde das kritisiert. Der Torjubel mit der Krone wird kritisiert. Selbst die gemeinsamen Gebete zusammen mit Gegenspielern (!!) wurden teilweise heftig kritisiert. Auf die Idee muss man erstmal kommen: Da kommen Gegenspieler nach einem Spiel zusammen zum Gebet und besinnen sich auf Gemeinsamkeiten. Und selbst daran finden Leute was zu kritisieren. Absolut wild.

Irgendwo hier im Thread habe ich auch schon was gelesen von "erfüllt den Tatbestand der Missionierung". Sorry, wusste nicht, dass das jetzt auch strafrechtlich relevant ist :D

Die Recherchen von ARD bzw. des Magazins MONITOR und der Sportschau haben auch dokumentiert, dass aus dem Umfeld der von „Ballers in God“ genutzten Missionierungsangebote Homosexualität als Sünde bezeichnet und eine Abtreibung als „Satans Plan“ dargestellt wurde.

Joa, das würden 80%+ der praktizierenden Katholiken und Muslime wohl so unterschreiben. Die müssten wir dann konsequenterweise ja auch ausschließen, oder?

Wo religiöse Überzeugungen dazu benutzt werden, Menschen ihre Würde oder Gleichwertigkeit abzusprechen, endet für uns die Toleranz gegenüber Intoleranz.

Um auch theologisch mal ein bisschen aufzuräumen: Nur weil etwas als "Sünde" gilt, verliert ein Mensch dadurch weder seine Würde, noch seinen Wert. Würden die Kirche oder auch diese "Ballers in God" Sünder ausschließen, müssten sie sich auflösen, da bleibt nämlich keiner übrig.

Aber so ist das halt in der heutigen Gesellschaft: Entweder du bist Ally und pro LGBTQ, oder du bist "-feindlich" und "-phob". Dazwischen gibt's wohl nix. Schade.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: