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Mit reinen Verbands-/Auswahltrainern ist der DFB bislang am besten gefahren, mit reinen Clubtrainern am schlechtesten (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 25.07.2026, 13:32 (vor 7 Stunden, 24 Minuten) @ Frank1299

Gut durch die KI gejagt. Klinsmann kommt mir zu schlecht weg.


Ich benutze keine KI.

Klinsmann ist ein Sonderfall, weil der ausdrücklich für zwei Jahre für das ‚Projekt‘ WM 2006 verpflichtet wurde. Auch weil es kein anderer machen wollte.

Er sollte nicht bewusst ‚zu schlecht wegkommen‘. In meinen Augen war er der wichtigste Bundestrainer seit Beckenbauer.


Ich hatte im Nachhinein den Eindruck, dass schon in der Klinsmann-Ära der wahre Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw war. Klinsmann schien mir mehr für die Abteilung Emotionen/Motivation zuständig zu sein, auch wenn er nach außen den Chef gegeben hat. Vllt liege ich damit aber auch falsch.

Klinsmanns Bedeutung als Bundestrainer lag in meinen Augen nicht in der Trainingsarbeit, die inklusive taktischer Details in der Tat in der Hauptsache von Jogi Löw geleistet wurde.

Vielmehr waren es die radikalen strukturellen (und auch personellen) Änderungen in allen Bereichen, die Klinsmann mit einem klaren Plan durchgesetzt hat, ohne die der Aufschwung der Nationalmannschaft mit dem WM-Titel am Ende nicht möglich gewesen wäre.

Klinsmann ist geradezu revolutionär vorgegangen, aber eben nicht wild, sondern planvoll. Der hatte seine Hausaufgaben gemacht bevor er seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hat.

Hinsichtlich der fußballerischen Ausrichtung hatte er die eindeutige Vorgabe gemacht, ab sofort in einem klaren 4-4-2 spielen zu lassen. Das war seinerzeit State of the Art, während man die DFB-Auswahl zuvor noch mit Libero hat spielen lassen. Aufgabe sei es nun, die passenden Spieler für dieses System zu finden und dieses zu implementieren. Die Innenverteidiger sollten dabei im Spielaufbau den Ball von hinter herausspielen können. So kam übrigens auch Mertesacker mit gerade mal einer Handvoll Bundesligaspielen zu seiner Nationalmannschaftskarriere und für Wörns ging sie zu Ende.

Diese Vorgaben erfolgten bevor Klinsmann Jogi Löw als Assistenten berufen hatte. Die Implementierung mittels Trainingsarbeit erfolgte dann durch Löw.

Das ist nur eines von vielen Beispielen.


Wenn man allerdings die vielen Trainer-Stationen von Klinsmann nach der N11 betrachtet - und insbesondere seine Bayern Tätigkeit - dann könnte man mMn schon den Eindruck kriegen, dass er als Trainer höchsten Durchschnitt war. Aber vllt tue ich ihm auch damit Unrecht.

Klinsmann ist in meinen Augen ein Veränderer, der neue Strukturen einziehen kann. Ist dies nicht möglich und muss er sich auf die Trainings- und Entwicklungsarbeit mit einer Mannschaft fokussieren,wird es schnell mittelmäßig


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