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Dreistigkeit setzt sich durch! (Fußball und Sport allgemein)

THengen, Samstag, 25.07.2026, 13:28 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 3 Min.) @ markus93

Er sagte, er würde gut oder sehr gut bezahlt, wobei ich mir über die Konstellation mit RB nicht im Klaren.

Natürlich hört jeder, was er oder sie hört. Klarer Fall von Schulz von Thun. Ich habe ihn als relativ arrogant und aggressiv wahrgenommen, und es stimmt, dass er gedroht hat, er würde aufhören, und alleine das in der ersten PK gibt es sehr seltsames Licht ab. Er drückt damit aus, dass wir gefälligst dankbar sind, dass er den Job annimmt und uns daher nichts erlauben dürfen. Bei der falschen Berichterstattung über seine Familie (wobei ich jetzt auch nicht wüsste, was die Medien über Nagelsmanns oder Tuchels Familie berichtet haben...) wäre er weg.

Man kann das alles freundlicher und diplomatischer formulieren. Das war direkt die Abteilung Attacke, und ganz im Ernst, so war Jürgen Klopp früher nicht.

Mein damaliger Jugend-Fußballtrainer hat mit Klopp an der Sportschule Koblenz den A-Schein gemacht, und er sagte, dass Klopp super sympathisch und nett sei. Das müsste 1999 gewesen sein. Auch bei Mainz oder beim BVB habe ich ihn so erlebt, doch im Laufe der Zeit wurde er immer überheblicher - ironischerweise zeitgleich mit den vielen Werbeverträgen, die er dann abschloss. In den letzten zwei Jahren beim BVB fand ich Klopp auch schon schwierig: In den PKs immer schnell beleidigt, trotzig, schnell genervt etc. Er hatte sich schon damals verändert. Das konnte er sich dann in England erstmal nicht erlauben, aber auch dort kam es dann so im Laufe der Jahre. Wer Erfolg hat, kann sich eben mehr erlauben. Das war leider immer so und wird immer so sein.

Ich kann leider nicht sagen, dass ich ihn sympathisch finde, eher abgehoben und extrem schnell in der sprachlichen Defensive bzw. im sprachlichen Gegenpressing. So habe ich ihn bei der PK erlebt. Seltsamerweise hat es geklappt: Die Medien haben dies nichts kritisiert und klein eigegeben. Dreistigkeit setzt sich durch!

Mag sein, dass ich zu negativ bin. Es ist meine Perspektive, ohne den Anspruch zu haben, damit vollkommen neutral zu sein.


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