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Mit reinen Verbands-/Auswahltrainern ist der DFB bislang am besten gefahren, mit reinen Clubtrainern am schlechtesten (Fußball und Sport allgemein)

Habakuk, OWL, Samstag, 25.07.2026, 10:30 (vor 23 Stunden, 37 Minuten) @ Frank1299
bearbeitet von Habakuk, Samstag, 25.07.2026, 10:34

Gut durch die KI gejagt. Klinsmann kommt mir zu schlecht weg.


Ich benutze keine KI.

Klinsmann ist ein Sonderfall, weil der ausdrücklich für zwei Jahre für das ‚Projekt‘ WM 2006 verpflichtet wurde. Auch weil es kein anderer machen wollte.

Er sollte nicht bewusst ‚zu schlecht wegkommen‘. In meinen Augen war er der wichtigste Bundestrainer seit Beckenbauer.


Ich hatte im Nachhinein den Eindruck, dass schon in der Klinsmann-Ära der wahre Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw war. Klinsmann schien mir mehr für die Abteilung Emotionen/Motivation zuständig zu sein, auch wenn er nach außen den Chef gegeben hat. Vllt liege ich damit aber auch falsch.

Wenn man allerdings die vielen Trainer-Stationen von Klinsmann nach der N11 betrachtet - und insbesondere seine Bayern Tätigkeit - dann könnte man mMn schon den Eindruck kriegen, dass er als Trainer höchsten Durchschnitt war. Aber vllt tue ich ihm auch damit Unrecht.

Das ist aber auch mein Eindruck gewesen. Ohne Löw hätte Klinsmann vermutlich nicht funktioniert, aber ohne Klinsmann wäre Löw 2006 auch gar nicht mit an den Start gegangen. Jedenfalls wurde unter den beiden nach Anlaufschwierigkeiten dann endlich wieder Fußball in der Nationalmannschaft gespielt.

Löws größtes Problem nach Amtsübernahme war die Dominanz der spanischen Nationalmannschaft in den Folgejahren. Und sein größter Fehler war vermutlich, sich zu sehr am Spiel der Spanier zu orientieren. Das führte zwar durchaus zu gutem Fußball, im Duell mit den Spaniern selbst fehlte ihm 2008 und 2010 aber jegliche Idee, wie man diese besiegen könnte. Dann kam 2012 das Ausscheiden gegen Italien, das man Löws taktischen Fehlern ankreiden musste. Nach dem WM-Gewinn 2014 hätte Löw besser aufhören sollen. Da mischte sich dann Selbstzufriedenheit mit Betriebsblindheit. Am Ende waren alle froh, als er zurücktrat. Die zweite Hälfte seiner Amtszeit hat die Verdienste der ersten Jahre allerdings etwas überschattet.


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