schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Toleranzbereich der Premier League = 5cm (Fußball und Sport allgemein)

markus, Freitag, 16.01.2026, 20:19 (vor 3 Stunden, 11 Minuten) @ Scherben

Solche Toleranzgrenzen sind doch völliger Unsinn. Man verlagert nur die Linie der Entscheidung um 5 cm in Richtung Tor. Das muss jedem Menschen, der einigermaßen mathematisch-naturwissenschaftlich begabt ist, körperliche Schmerzen bereiten.


Ach, ich weiß nicht.

Im Prinzip haben die Vorredner doch Recht: M.E. braucht ein Verfahren, das dazu führt, dass Entscheidungen nur bei klaren Fehlentscheidungen zurückgenommen werden. (Oder zumindest eines, das schnell Entscheidungen trifft.) Wie man das genau organisiert, ist mir eigentlich egal.

Eine festgelegte Toleranzgrenze könnte zumindest dahingehend helfen, dass ein automatisiertes Verfahren bereits schnell ausspuckt, dass die Entscheidung keinesfalls außerhalb dieser Toleranzgrenze war. Intuitiv kann ich mir zumindest vorstellen, dass sowas geht: Für eine Genauigkeit von 10cm braucht das Verfahren 5 Sekunden, für eine von 5cm 15 Sekunden, für eine von 2cm 45 Sekunden, etc. (Das sind natürlich nur ausgedachte Zahlenbeispiele.) In einem solchen Rahmen könnten 5cm Toleranzbereich natürlich Sinn ergeben. (Sage ich als Mensch mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Begabung. ^^)


Aber dieser cm Bereich, der das alles schneller entscheidet, ließe sich doch jetzt auch schon einrichten, nämlich in den cm vor der jetzigen Grenze. Der Vorredner hat doch recht. Es ist schlich egal, wo die harte Grenze letztendlich liegt. Es geht auch weiterhin um Milimeter, ganz egal, wo man den Regler hinschiebt. Immer.


Mir geht es um die Dauer der Entscheidungsfindung.

Da Fehlentscheidungen umso seltener vorkommen, je klarer sie sind, wird es seltener um die Frage gehen, ob es 11cm oder 10cm Abseits sind, und umso häufiger, ob es 2cm oder 3cm Abseits sind. Insofern muss man einen Toleranzbereich definieren, der genügend klein ist, um inhaltlich nahezu irrelevant zu sein, und zugleich genügend groß, um schnelle Entscheidungen zu ermöglichen und zugleich selten genutzt zu werden.

Ich verstehe nicht so ganz, warum das schneller gehen soll. Dieser Grenzbereich ist doch eher psychologische Wahrnehmung denn technische Realität.
Die Technik misst immer exakt auf Basis eines Modells. Ob die Grenze bei 0 mm oder bei 20 mm liegt, ändert nichts am Messprozess. Es bleibt immer eine binäre Entscheidung:
innerhalb oder außerhalb des erlaubten Bereichs. Der entscheidende Millimeter existiert weiterhin, nur an einer anderen Stelle.

Ich sehe nicht, dass die Überprüfung schneller wird, weil dieselben Punkte bestimmt werden müssen, dieselben Linien berechnet werden, dieselbe Genauigkeit nötig ist. Das ist ein reiner Grenzverschiebungseffekt:
Wenn Abseits ab 0 mm gilt: Diskussion bei 0–1 mm
Wenn Abseits ab 20 mm gilt: Diskussion bei 20–21 mm

Die Häufigkeit knapper Entscheidungen bleibt gleich, solange Spieler nicht bewusst anders laufen (tun sie nicht).

Ich sehe sogar einen Nachteil. Wenn Abseits nicht mehr bedeutet „näher zum Tor als der Verteidiger“, sondern „näher – aber nicht zu sehr“, wird das Prinzip selbst inhaltlich aufgeweicht und damit ad absurdum geführt.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1524065 Einträge in 16382 Threads, 14353 registrierte Benutzer Forumszeit: 16.01.2026, 23:30
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln