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International Football Association Board (IFAB) tagt am 20.01.26 (Fußball und Sport allgemein)

John Silver, Freitag, 16.01.2026, 16:57 (vor 11 Stunden, 13 Minuten) @ Scherben

Mein Reden seit der D-Jugendzeit. Ein anderes Beispiel ist das Festhalten des Gegners am Trikot. Das ist immer ein Foulspiel. Stattdessen wird darüber diskutiert, ob der Spieler das Leiberl des Gegners noch rechtzeitig losgelassen hat, denn dann "reicht es nicht" für einen Freistoß oder gar einen Elfmeter. Das "Fingerspitzengefühl" des Schiedsrichters ist ja auch immer so ein Euphemismus für Inkonsequenz und Willkür auf dem Platz.

Deswegen finde ich eine Verkomplizierung der Regeln immer höchst fragwürdig, wenn man sich schon an die bestehenden nicht hält.


Aber das ist doch ganz logisch, solange man an die Wurzel allen Übels nicht heran geht: Wenn es für jeden Scheiß in der Theorie einen Elfmeter gibt, dann wird man sich in der Praxis eben auf das Fingerspitzengefühl berufen, weil man natürlich nicht für jeden Scheiß einen Elfmeter geben will.


Wenn es für jeden Scheiß einen Elfmeter gäbe, dann gäbe es langfristig eben auch einfach weniger Scheiß.


So sehe ich das auch. So etwas wie "Trikotziehen" ist beispielsweise immer eine bewusste Entscheidung, die niemals versehentlich passiert.


Ich sehe das nicht so eng. Es gibt halt minimale Aktionen und es gibt deutliche Aktionen. Ich finde es Quatsch, minimale Berührungen oder leichtes Zupfen mit einem Elfmeter zu bestrafen, weil das einfach eine völlig unangemessene Konsequenz ist.

Ganz bewusstes Foulspiel - dazu gehört Ziehen am Trikot in 100% der Fälle, weil es eine ganz bewusste regelwidrige Aktion ist - sollte immer geahndet werden. Dann wird es irgendwann nur noch sehr selten vorkommen.
Anders ist es bei der Grätsche - da will ich idR den Ball treffen, verschätze mich aber gelegentlich und der Gegner ist vorher am Ball. Dann gibt es Freistoß oder - je nach Grad des von mir in Kauf genommenen Risikos oder der Vehemenz - Freistoß, zusätzlich Gelb oder gar Rot. Ebenso bei vielen anderen "Kleinigkeiten" wie Verhinderung des Freistoßes, Ball wegschlagen, Zeitspiel usw. Würden die bestehenden Regeln einheitlich konsequent angewendet, bräuchte es nicht zwingend ständige Regeländerungen. Bei Abseits in der gegenwärtigen Interpretation sollte man etwas ändern, so dass nicht irgendwelche Fußspitzen oder Ohrmuscheln eine Rolle spielen, sondern im Geist des ursprünglichen Gedankens gehandelt wird.
Auch dann wird es noch Grauzonen und Interpretationsspielräume sowie Fehlentscheidungen geben, aber wir wären ein ganzes Stück weiter.


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