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Zwischen Borsigplatz und Shanghai (BVB)

koom, Montag, 10.03.2025, 16:43 (vor 337 Tagen) @ Talentförderer

Da immer die Frage nach den Qualifikationen kommt, bei den letzten beiden Trainern sehe ich das auch so. Bei Ricken und Kehl allerdings nicht. Beide haben benötigte Qualifikationen und gerade Ricken auch genug Erfahrung.

Oder wie soll man da zukünftig die Regeln festlegen? Jemand muss mindestens 20 Jahre als Sportvorstand oder Sportdirektor gearbeitet haben, um hier arbeiten zu dürfen?

Da gibts ein paar Ansätze. Du hättest da sowas wie Uli Hoeneß und Christian Heidel. Beides Manager/Vereinsbosse, die wirtschaftlich auf Zack sind und immer waren und sportlich genug verstehen, um unabhängig vom Ergebnis bewerten zu können, was da auf dem Platz (im Spiel und Training) passiert. Die wissen dann auch, wenn man einen Trainer schützen sollte. Oder feuern.

Reine Endergebnisse von Spielen oder Saisons können zu falschen Einschätzungen führen. Stichwort: "Im Erfolg macht man die meisten Fehler". Da wird dann bspw. eine CL-Finalteilnahme falsch bewertet, was die Qualität des Kaders oder des Trainers angeht.

Idealerweise hat man nicht nur einen solchen "Paten", sondern vielleicht eine Führungscrew aus 3-4 Leuten, die sich da zusammen besprechen, was man sucht, worauf man Wert legt usw. Das ist so ein bisserl das von Eintracht Frankfurt, wo man gefühlt jetzt alles ausgetauscht hat, aber immer noch läuft es recht gut. Scheinbar lag man da bei jedem Abgabg von Trainer, Manager, Direktor, Scout, Putzfrau danach nie so sehr daneben, dass es wirklich ein Problem wurde.

Beim BVB hast du halt Watzke mit seinem Sammer. Alles darunter wirkt nicht allzu prägend. Und Watzke ist ein solider konservativer Wirtschafter, aber von Fußball hat er keine Ahnung. Das hat er auch oft genug bewiesen. Aber bei Trainern lag er nie falsch (naja, eigentlich lag er nur einmal richtig - mit Klopp)!

Ein anderer User das hat Beispiel Real Madrid genannt, die fast jede Position mit einem ehemaligen Spieler besetzt haben.

Ja, aber du kannst von einem Fall nicht auf die Masse schließen. Real ist zudem ein Weltkonzern, die Spieler meistens hochklassig und halbe Legenden für sich. Und vermutlich auch schon als Spieler gewieft mit Verträgen und wussten, wie man pokert und wirtschaftet. Quasi so halbe Uli-Hoeneße, potentiell. Aber generell würde ich mir von Real nichts abschauen. Die funktionieren, solange der Ball rollt. Das ist krasses High-Stake-Poker, was die spielen. Go big or go home. Sie können das machen, weil sie DER legendäre Fußballklub sind, alles überstrahlend. Restlos alles. Da kommt nichts auch nur in Schlagreichweite. Die sind ne Lifestyle Marke wie Louis Vitton, Chanel oder was auch immer.


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