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Kompakt stehen, einfach spielen (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 12.02.2025, 16:18 (vor 342 Tagen) @ Cthulhu

In der 1. HZ noch gefangen in den Stricken des komplexen Spiels, dass man aber nie wirklich auf den Rasen bringen konnte. Im Gegenteil, je mehr man sich bemühte, umso verkrampfter wurde man.im Laufe der Saison einschließlich besagter 1. HZ heute.

Zur 2. HZ dann die entscheidenden Umstellungen im Spiel. Hinten kompakt stehen. In der Vorwärtsbewegung den freien Mann anspielen, sich selbst als Passoption anbieten. Von den Flügeln hoch in den Strafraum flanken. Und das überlegt und nicht als Notlösung. Denn man hat einen kopfballstarken zentralen Stürmer in der Box. Gleichzeitig den Rückraum mehrfach und konsequent besetzen, um die zweiten Bälle zu bekommen und somit im Ballbesitz zu bleiben. Generell das Gegenpressing aggressiver gestalten. Und ja, wenn sich die Gelegenheit bietet, dann darf schnell gekontert werden. Mit mindestens zwei Spielern, die die Restabwehr des Gegners aushebeln können.

Kompakt stehen, einfach spielen, konsequent abschließen.

Nur so geht es, um wieder in die Spur zu kommen.

Das war heute in der 2. HZ der Weg, der uns aus der Krise führt.

Mach et, Niko!


Einfach spielen klingt ja immer im ersten Moment nach Phrasen, aber ich glaube, genau damit kann man sich aus einer Krise wieder rausholen.

Es ist ja nicht nur im Fußball oder allgemein im Sport so. In vielen Lebensbereichen, sei es im Beruf oder im Privatleben, ist ein wichtiger Problemlösungsansatz die Rückbesinnung auf das Grundlegende.


Ich weiß nicht, ob Nuri ein schlechter Trainer ist, sein Fußball nicht zum Kader passt - aber mit der Art zu spielen, kann man in Krisen richtig versinken, ich könnte mir z.B. vorstellen, dass das in Mönchengladbach die Ära Favre beendet hat. Sein Fußball mit wenig aber qualitativ hochwertigen Abschlüssen lebt halt davon, dass möglichst alles funktioniert, du hast viel den Ball und musst auch nach vorne schieben und jeder Fehler ist direkt gefährlich.

Möglich, ich weiß es nicht.

Bei Favre in Gladbach kann es aber auch schlicht so gewesen sein, dass er nicht mehr der Richtige war, aus dem über lange Zeit funktionierenden Ansatz heraus den Lösungsansatz zu finden. Wir kennen das von Kloppo und seiner letzten Saison bei uns. In Mainz war er ja in seiner letzten Saison ebenfalls zu dieser Erkenntnis gekommen, und nun in Liverpool auch. Guardiola bei ManCity erlebt momentan Ähnliches.


Wenn du verunsichert bist, ist es wahrscheinlich einfach nicht hilfreich, ganz viel den Ball zu haben, viele statische Situationen aufzuschlüsseln und vor allem, sicher hinten raus spielen zu müssen, auch hier kann man ja durchaus mit Guirassy und ggf. auch Beier und Adeyemi (mit seiner Sprungkraft zählt er auch als 1,90 Mann)

Ich war nicht gerade begeistert über Nuri als unseren neuen Trainer, aber es lief ja von Anfang an darauf hinaus und ich habe ihn bis zuletzt unterstützt. Von seinen (theoretischen) fußballerischen Vorstellungen des Ballbesitzspiels war ich angetan und habe eine Entwicklung in diese Richtung auch befürwortet. Am Ende ist er damit gescheitert, und ich bin der Auffassung, dass er ‚pädagogisch-didaktisch‘ den falschen Ansatz gewählt hat, unabhängig von der Eignung des Kaders. Ich kann nicht einem Kader ein neues Konzept überstülpen und erwarten, dass sich die Spieler dann innerhalb dieses Konzepts entwickeln. Die Mehrheit der Spieler war damit überfordert, was zur Fehlervermeidung und somit zur Verkrampfung und Verunsicherung geführt hat.

Der von Nuri immer wieder angesprochene Prozess hätte vielmehr schritt- und stufenweise erfolgen müssen und nicht gleitend innerhalb einer Saison, über 2 oder besser 3 Jahre, in denen man auch sukzessive den Kader hätte anpassen können.

Aber hätte-wenn-und-aber bleibt am Ende Gelaber. Jetzt gilt es zwei oder drei Schritte zurück zu machen und dadurch den Spielern Sicherheit zu geben und ihre Stärken, die sie definitiv haben, zu nutzen.


Gerade die Statik in unserem Spiel fand ich in dieser Saison teilweise sehr bizarr, ich weiß nicht, ob es Vorgaben waren, Lauffaulheit - sehr vielsagend fand ich das Spiel gegen St. Pauli, wir haben zwar gewonnen, aber ich hatte das Gefühl, dass Pauli es nicht viel Aufwand bereitet hatte, gegen uns zu verteidigen, einfach die Ordnung halten, dann kommt auch keiner zum Abschluss.

Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass es Lauffaulheit war. Eher der krampfhafte Versuch, keine Fehler dazu machen. Und das spielt dem jeweiligen Gegner in die Karten.

Aber das ist vorbei und jetzt geht es nur noch darum, in dieser Saison wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Und da bin ich zuversichtlich.


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