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Xavi wechselt fest nach Leipzig (Fußball und Sport allgemein)

Zaungast, Donnerstag, 30.01.2025, 17:19 (vor 372 Tagen) @ stfn84
bearbeitet von Zaungast, Donnerstag, 30.01.2025, 17:33

Soweit ich informiert bin, haben wir selten zwei Spieler für die gleiche Kaderposition in einem Volumen von jeweils 20.000.000+ verpflichtet, aber vielleicht will man mich da auch falsch verstehen.

Wenn ich 60.000.000 für einen RV und einen Stürmer ausgebe, kann ich das schlecht mit dem Transfer eines ZOM vergleichen. Finde ich zumindest, Du darfst das selbstredend anders beurteilen.

Ok, die beiden Toptransfers der letzten Jahre waren auch nur Beispiele. Am Ende geht es schlichtweg darum, dass wir in den vergangenen Jahren durchaus richtig viel Geld in die Hand genommen haben. Wenn wir da die Gelegenheit gehabt hätten, statt zwei gehobene Bundesligaspieler einen Unterschiedsspieler zu verpflichten, hätte man das machen können und sollen.

RB wurde 2009 gegründet. Seither hat Leipzig einen negativen Transfersaldo von 180 Millionen Euro erwirtschaftet. Nur Bayern München (-593.000.000 €) und der VfL Wolfsburg (-276.000.000 €) haben mehr Geld in Transfers gesteckt ohne es mit Verkäufen refinanziert zu haben. Bayern hat zahlreiche Sponsorendeals und natürlich zig Millionen Euro in der CL verdient. Wolfsburg hat VW als Geldgeber, Bayer Leverkusen (-87.000.000 €) hat Bayer als Unterstützer.

Das stelle ich keineswegs in Abrede. Aber zu dieser Wahrheit gehört eben auch, dass es vor allem eine Anschubfinanzierung war.
In den letzten fünf Jahren hat Leipzig inklusive Xavi-Transfer einen höheren Transferüberschuss als wir -inklusive Boni ungefähr ausgeglichen.

Diesen Eindruck gewinne ich in dieser Diskussion aber nicht. Man könnte meinen das Geld fließt auch heute immer nur in eine Richtung.

Übrigens ist die Gesamtbilanz von Salzburg und Leipzig mit über 200 Mio deutlich positiv. Man kann hier schon den Eindruck gewinnen, dass hier ein Konzern schnell „gewachsen wurde“, moderat weiter wachsen soll, man aber durchaus auch gewillt ist damit Geld zu erwirtschaften.

Borussia Dortmund hat in dieser Zeit trotz zahlreicher teurer Flops übrigens einen positiven Saldo von knapp 112 Millionen Euro erwirtschaftet.

Wirtschaftlich gut gearbeitet. Substanziell haben insbesondere Haaland und Bellingham viel kaschiert, und damit den substanziellen Verlust über Jahre abgefangen. Abgesehen davon, dass wir heute keine Unterschiedsspieler haben, dürfte auch kaum ein Mannschaftsteil stärker besetzt sein als vor zehn Jahren.
Bei einem Verein, der derweil finanziell konstant in den europäischen Top15 unterwegs war, ist das bestimmt nicht nur Fremdverschulden.

Du kannst diese Faktoren als Selbstmitleid bezeichnen oder es entsprechend einpreisen.

Mein letzter Satz beschreibt was ich meine wenn, wir darauf verweisen, dass wir uns keinen Xavi leisten könnten. Mehr Demut und Selbstkritik, weniger Fingerpointing.

Und zuletzt noch, weil bereits die Toptransfers der Bundesliga aufgezählt wurden. Wenn man die Grenze nur mal 5-7 Mio absenkt, tauchen da bereits Vereine auf, die uns finanziell meilenweit unterlegen sind.
Ich möchte jetzt keine Diskussion darüber führen ob Werksclub, Ersatztransfer oder Investor, aber das sollte klar zeigen, dass das finanzielle Limit des BVB nicht bei 30 Mio liegt.

Und ich bin der letzte, der jedes Jahr teure Transfers fordert. Im Gegenteil, mir sind seit Jahren die laufenden Kosten ein Dorn im Auge. Ich würde tendenziell jedes Jahr weniger Spieler verpflichten und mehr Jungs aus dem Nachwuchs hochziehen. Es braucht keine 25 gleichstarken Spieler.
Bei mir könnte ein Transfer aber auch MAL über einem vermeintlichen Limit liegen - wenn es denn passt.


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