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Xavi wechselt fest nach Leipzig (Fußball und Sport allgemein)

CHS, Lünen / Dortmund, Donnerstag, 30.01.2025, 15:56 (vor 372 Tagen) @ Zaungast

Das ist mir bewusst. Man darf aber auch nicht unterschlagen, dass der BVB auf dem Transfermarkt sehr dogmatisch auftritt. Das ist gut so, aber international eher die Ausnahme unter den Topvereinen.

Auch wenn hier gerne wieder Niebaumsche Geschäftsmodelle gesehen werden möchten, ich finde es richtig, dass man nur das Geld ausgibt, was man hat. Aber sind wir mal ehrlich, das kann man auch besser machen. :-)

Von den Top20 der aktuellen Deloitte Football Money League gibt es exakt zwei Vereine, die die letzten sechs Jahre nicht netto investiert haben: Dortmund und Frankfurt. Leipzig weist in diesem Zeitraum sogar einen größeres Transfersaldo als wir auf, taucht aber nicht in der Top20 auf.

Ich finde es daher unangebracht darauf zu verweisen, dass andere bessere finanzielle Möglichkeiten haben. Viel eher sollte man sich fragen…

Noch einmal, ich wollte hier nicht auf andere verweisen, nur sollte man auch einschätzen, warum dort halt solche Summen investiert werden können.

1. Warum kommt beim BVB unter dem Strich nichts raus obwohl wir uns über Jahre konstant in der Europäischen Spitzengruppe (~10 bis 15) bewegen.

Konservative Ausgaben, schlechte Transfers und vor allem ein Stadion, dass für die Möglichkeit der Fans halt zu wenig einbringt (Gott sei dank).

Und wenn man darauf eine Antwort hat, darf man sich auch gleich noch eine zweite Frage stellen.

2. Wann hat sich zuletzt ein Spieler nach seinem internationalen Durchbruch dazu entschieden freiwillig in Dortmund noch ein oder zwei Jahre ranzuhängen?

Sancho (1. Station) - Der hatte still und heimlich sein Vertrag verlängert, obwohl die Medien ihn schon lange als Abgangsgarantie sahen (passierte dann ein Jahr später).
Bellingham - Bei einem Jahr kann man ihn aufführen, denn schon nach der ersten Saison gab es reichlich Interessenten.
Reus - Dürfte klar sein
Dede - Gut, das war auch vom Verein gezwungen

Das dürften vermutlich Reus und Hummels gewesen sein. Mit Abstrichen auch Gündogan. Der BVB ist eine halbwegs potente Durchgangsstation mit besonders schönem Stadion. Es reicht um sich positiv zurückzuerinnern, aber freiwillig bleibt man hier nicht länger als notwendig.

Gündogan war zumindest so nett, er hat sein Vertrag verlängert, damit der BVB eine Ablöse erhält. Hummels ist halt schwer zu beurteilen.

Anders als beispielsweise Leverkusen und Leipzig gerade mit Wirtz und Xavi. Beide hätten ganz sicher auch gestern schon Möglichkeiten gehabt woanders zu wesentlich besseren Bezügen unterzukommen.

Wirtz ist okay, bei Xavi sollte man nicht vergessen, er wurde wie Sauerbrot angeboten. Der BVB hätte ihn haben können, aber aufgrund der Vertragssituation hat man ihm abgesagt. Der Grund sollte halt klar sein. Eine Leihe ohne Kaufoption bringt in der Regel nur was für den abgebenden Verein. Da der BVB auf Transfererlöse angewiesen ist, wurde aus dem Wechsel halt nichts. Wenn man nicht auf Transfererlöse angewiesen ist, kann man so ein Deal viel schneller zustimmen (bekanntlich hat das Leipzig bereits zum zweiten mal bei Xavi gemacht).

Und bevor die Beispiele Maatsen und Sancho kommen (Leihe ohne Kaufoption), ich würde sagen, da lag der Hauptgrund an den mangelnden Erfolg und nicht an den Spielern.

Das sagt sich halt so leicht daher. Tatsächlich fallen in die Zeit des „nicht Wirtschaftens“ aber eben auch die Verkäufe von Olmo, Simakan, Gvardiol, Szoboszlai und Nkunku.
Für einen Verein, der gar nicht aufs Geld achten muss, hat man die letzten 1,5 Jahre dafür ganz schön Qualität ziehen lassen.

Ich hatte dazu schon vor ein paar Wochen was geschrieben. Der "Verein" hat den Vorteil, egal ob man einen Spieler verkauft kriegt (war nämlich bei vielen Spielern so), man holte sich vorher schon Ersatz. Wenn man z.B. einen Nkunku nicht verkauft bekommen hätte, wäre sein Ersatzmann schon längst im Kader gewesen.

Vereine, die halt nur Aktiv werden können, wenn Transferserlöse da sind (also gut 80% der Profivereine), können halt so etwas nicht machen. Man kann vorab Gespräche führen, aber die Verpflichtung geht erst dann, wenn das Geld reingekommen ist (siehe Beier).

Ich mag Leipzig auch nicht. Aber dieser plumpe Fingerzeig lenkt am Ende doch nur von eigenen Fehlern ab. Ich gebe dir Brief und Siegel, dass die Geschäftsführung einschlägt, wenn sie statt Beier und Couto (ich glaube noch an beide!) einen Xavi verpflichten könnte.

Lustig, die Chance hatte die Geschäftsführung (siehe oben), aber man hat einen Xavi nicht geholt. Warum? Für den Verein war es zu dem Zeitpunkt kein gewinnbringender Transfer (Leihe ohne die Möglichkeit des Kaufes).

Oder statt eines Nmecha und Sabitzers, oder eines Hallers und Adeyemis. Ist ja nicht so als ob wir gar nichts investieren.

Wenn du mir bitte einmal zeigen würde, wo ich die Transfers von BVB hochgelobt habe? Einschätzungen zu den Transfer gebe ich hier kaum noch ab. Den Grund kann man weiter oben lesen. Aber ich darf doch auf Unternehmensunterschiede hinweisen, oder?

Gruß

CHS


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