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Xavi wechselt fest nach Leipzig (Fußball und Sport allgemein)

Zaungast, Donnerstag, 30.01.2025, 14:01 (vor 371 Tagen) @ CHS
bearbeitet von Zaungast, Donnerstag, 30.01.2025, 14:13

Wenn der BVB die letzten beiden Jahre Spieler für 350 Mio. Euro verkauft hätte, wär auch so ein Deal finanziell drin. Auf Selbstmitleid kann man bitte getrost verzichten.


Nur mal zur Einordnung. Mit diesem Betrag ist er erst einmal unter den Top 6 der Bundesliga (andere Vereine außer Bayern Fehlanzeige). Damit hat der BVB nur noch den 19. teuersten Transfer der Bundesliga (auch nur wegen den Bonis).

Das ist mir bewusst. Man darf aber auch nicht unterschlagen, dass der BVB auf dem Transfermarkt sehr dogmatisch auftritt. Das ist gut so, aber international eher die Ausnahme unter den Topvereinen.

Von den Top20 der aktuellen Deloitte Football Money League gibt es exakt zwei Vereine, die die letzten sechs Jahre nicht netto investiert haben: Dortmund und Frankfurt. Leipzig weist in diesem Zeitraum sogar einen größeres Transfersaldo als wir auf, taucht aber nicht in der Top20 auf.
(Ich weiß, dass man die Transfereinnahmen nur zu 60-70% reinvestieren kann und das ohnehin eine Milchmädchenrechnung ist. Am Ende spiegelt das die letzten Jahre aber ziemlich gut unser Verhalten auf dem Transfermarkt wieder. Diese Saison dient da eher als Ausnahme mit deutlicher Nettoinvestition)

Ich finde es daher unangebracht darauf zu verweisen, dass andere bessere finanzielle Möglichkeiten haben. Viel eher sollte man sich fragen…

1. Warum kommt beim BVB unter dem Strich nichts raus obwohl wir uns über Jahre konstant in der Europäischen Spitzengruppe (~10 bis 15) bewegen.

Und wenn man darauf eine Antwort hat, darf man sich auch gleich noch eine zweite Frage stellen.

2. Wann hat sich zuletzt ein Spieler nach seinem internationalen Durchbruch dazu entschieden freiwillig in Dortmund noch ein oder zwei Jahre ranzuhängen?

Das dürften vermutlich Reus und Hummels gewesen sein. Mit Abstrichen auch Gündogan. Der BVB ist eine halbwegs potente Durchgangsstation mit besonders schönem Stadion. Es reicht um sich positiv zurückzuerinnern, aber freiwillig bleibt man hier nicht länger als notwendig.
Anders als beispielsweise Leverkusen und Leipzig gerade mit Wirtz und Xavi. Beide hätten ganz sicher auch gestern schon Möglichkeiten gehabt woanders zu wesentlich besseren Bezügen unterzukommen.

Und wenn du die 340 Mio. Euro von Leipzig erwähnst, solltest du aber auch nicht 250 Mio. Euro Euro Ausgaben (die 20 Mio. für die nächste Saison und Xavi ist da noch nicht drin. Vor allem, wenn dieser Verein gerade einmal vier oder fünf positive Transfervergleiche seit dem Bestehen hat.

Fantastischer Spieler. Wenig Risiko, trotz üppiger Ablöse. Damit leider ein sehr guter Deal von Leipzig. Weiß nicht was PSG da geritten hat.


Naja, man hat eben gerade wieder einen Tansferflop (Elmas) erst mal verliehen, damit konnte man bestimmt Geld freimachen. Deals kann man immer machen, aber wenn man nicht wirtschaften muss, geht das halt leichter.

Das sagt sich halt so leicht daher. Tatsächlich fallen in die Zeit des „nicht Wirtschaftens“ aber eben auch die Verkäufe von Olmo, Simakan, Gvardiol, Szoboszlai und Nkunku.
Für einen Verein, der gar nicht aufs Geld achten muss, hat man die letzten 1,5 Jahre dafür ganz schön Qualität ziehen lassen.

Ich mag Leipzig auch nicht. Aber dieser plumpe Fingerzeig lenkt am Ende doch nur von eigenen Fehlern ab. Ich gebe dir Brief und Siegel, dass die Geschäftsführung einschlägt, wenn sie statt Beier und Couto (ich glaube noch an beide!) einen Xavi verpflichten könnte.
Oder statt eines Nmecha und Sabitzers, oder eines Hallers und Adeyemis. Ist ja nicht so als ob wir gar nichts investieren.

Xavi wird keine Ära in Leipzig prägen, aber zu 95% die Kosten wieder einspielen. Möglicherweise sogar schon zu festgelegten Konditionen, wie damals bei uns mit Haaland. Währenddessen erfreut man sich aber an einen der Top5 Bundesligaspieler.

Musiala, Wirtz, Xavi, Millot, Brandt sind dann irgendwo auch stückweit sinnbild für die aktuellen Kräfteverhältnisse. Und daran ist man dann doch auch mitverantwortlich.

Gruß

CHS


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