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Bahn kontert Fan-Vorwürfe zu Chaos in Gelsenkirchen (Fußball und Sport allgemein)

mulcohol, Mittwoch, 19.06.2024, 09:53 (vor 594 Tagen) @ Scherben

https://www.n-tv.de/sport/fussball-em/Bahn-kontert-Fan-Vorwuerfe-zu-Chaos-in-Gelsenkirchen-article25025159.html

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
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Viel dürfte schlicht damit zusammenhängen, dass deutlich mehr Ortsunkundige bei solchen Spielen sind als bei Heimspielen der Blauen. Das bedeutet einerseits weniger Individualverkehr im Auto und andererseits weniger Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten incl. alternativer (Bahn-)Routen. Wenn das System dann im Normalfall schon am Anschlag operiert, bricht bei einer EM dann ein bisschen was zusammen.


Ich war bei dem Spiel und kann die Beschwerden absolut nachvollziehen. So eine chaotische Scheiße habe ich in zig Jahren Spielbesuche noch nicht erlebt, wobei ich erstmals seit Jahren mal wieder bei einem Spiel in GE war. Und das hat nichts mit Blau- oder GE-Bashing zu tun.

Vor dem Spiel: Ankunft kurz vor 19:00 HBF Blautown. Runter in die U-Bahn, Bahnsteig voll, keine Bahn fuhr. Eine rappelvolle Tram stand mit Warnblinklicht am Gleis. Von den zig-Helferlein wußte keiner, was los war und wann es weiter geht. Nach ner Viertelstunde wurde man hoch zum Busbahnhof geschickt, von wo angeblich Shuttle-Busse fahren sollten, was aber nicht stimmte. Man wurde zwischen Busbahnhof und U-Bahn hin und her geschickt wie bei Asterix im Haus der Verrückten. Die ersten Engländer machten sich zu Fuß auf den Weg. Ein netter Ortskundiger (keiner der Volunteers) gab mir den Tipp, mit der Linie 381 zum Sportparadies zu fahren (ja, heißt wirklich so, der schmucke Bau) und von dort ne Viertel Stunde zu Fuß. Na immerhin. Der Bus, der laut Aushang alle halbe Stunde fuhr, war lebensgefährlich voll und brauchte Ewigkeiten, kam aber letztendlich an. Inzwischen fuhren dann auch die U-Bahnen wieder.
Nach dem Spiel: Den Vergleich zu einem Liga-Spiel kann man doch gar nicht so ziehen, wie es die Bahn tut. Da ist für gewöhnlich im Laufe der zweiten Halbzeit angesichts der Darbietungen des ortsansässigen Vorortvereines diese Arena schon halb leer, viel mehr Besucher kommen mit dem Auto und sind aus der Stadt/Region, so dass deutlich weniger vom Hauptbahnhof woanders hin müssen.
Am Sonntag wollten 40000-50000 nun mal direkt nach dem Spiel mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Natürlich können die nicht alle in die erste Straßenbahn, liebe Bahn, aber die Infrastruktur mit dem schmalen Weg zur Haltestelle über diese Fußgängerbrücke ist dafür nicht ausgelegt. Erschwerend kam hinzu, dass die aus Sicherheitsgründen oben die Treppe abgesperrt hatten und immer nur für die einfahrende Bahn Leute runter gelassen haben. An sich OK, aber das Problem dabei war der Rückstau der Massen oben auf dem Zuweg. Und es wurden ja immer mehr. Keine Ahnung, ob das bei deren Zweitligaspielen auch so ist, aber das lange Warten, ohne dass es minutenlang einen Zentimeter vorwärts ging, war richtig mies. Nichts für Leute mit Klaustrophobie oder Panikattacken.
Und am Hauptbahnhof hatte ich das Glück, dass in Richtung Dortmund gegen Mitternacht tatsächlich alle paar Minuten einer der REs oder die S2 fuhr. Richtung Düsseldorf/Köln am Gleis gegenüber sah es aber anders aus. Rappelvoll, irgendwann kam ein RE, in den aber nicht alle Wartenden rein passten. Man kann imho durchaus die Erwartungshaltung haben, dass man nach einem Spiel weg kommt und genügend Züge fahren.

Wenn ich daran denke, wie reibungslos bei den letzten WMs der An- und Abtransport großer Menschenmassen organisiert war, war das in Summe hier einfach nur erbärmlich. Am Montag in Düsseldorf war es nicht ganz so schlimm, aber nach dem Spiel gab es dasselbe Problem, dass nämlich immer nur für die einfahrende Straßenbahn Fans auf das Gleis gelassen wurden (was ich wie gesagt OK finde), aber dabei kein Raum für den sich bildenden Rückstau war. Die Durchsagen lauteten zwar, alle 2 Minuten ne Bahn, aber bis die voll waren und die Türen zu gingen, waren es mindestens 5.

Mein persönlicher Verbesserungsvorschlag wäre gewesen, die Straßenbahn durch Shuttle-Busse zu entlasten. Sowas hatte in Qatar und damals in Brasilien prima funktioniert. Allerdings müsste man hier dafür einen der vielen Stadionparkplätze sperren (und auf die 24€ Parkgebühr pro Karre verzichten), um die nötige Fläche für Dutzende wartenden Busse und die abreisenden Fans zu haben. Dann die Massen über diese Gitterlabyrinthe zu den Einstiegspunkten leiten und ohne Fahrplan immer abfahren, wenn ein Bus voll ist. Wird ja bei den Straßenbahnen prinzipiell auch so gemacht, aber das Problem waren wie gesagt der fehlende Raum für den Rückstau. Und eventuell die dafür nötige Disziplin der Wartenden. Und wahrscheinlich, dass die Busse in den üblichen Staus nach dem Spiel landen würden.
Und natürlich kann es nicht sein, dass nach dem Spiel nur alle Jubeljahre ein Zug von GE in Richtung Düsseldorf/Köln fährt. Ob der eine zusätzliche Sonderzug, den die Bahn gnädigerweise angekündigt hat, für das Spiel morgen in GE reicht, wage ich zu bezweifeln. Allerdings werde ich es nicht live erfahren, bei dem Spiel bin ich nicht.


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