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Unpopuläre Meinung (BVB)

koom, Montag, 26.02.2024, 14:05 (vor 723 Tagen) @ Davja89

Daher ist es eine Wette:
Ist die Wahrscheinlichkeit größer das wir mit Edin noch 4ter werden oder mit einem der aktuellen Co-Trainer?

Ja, das ist die Wette, die man intern eingegangen ist. Es vermuten hier ja auch viele, dass der Plan möglicherweise vorsieht, dass Kehl Watzke beerbt, Terzic wiederum auf Kehls Position rückt und Sahin der Trainer wird. Eventuell das größtenteils schon diesen Sommer. Klar, Watzke ist noch da, aber letztlich kann man das Deichseln, das Kehl der De Facto Boss ist, Watzke mehr beratend zur Seite steht.

Aber das Problem ist jetzt da, dass der sportliche Abstieg anhält. Und sowohl Kehl, als auch Terzic als auch Sahin direkt betroffen und verantwortlich sind. Die Wettquoten steigen, dass es in die Hose geht.

Dieser vermutliche Pakt, der wohl im Winter geschlossen wurde, blockiert nun die Handlungsoptionen. Und keiner rührt sich, um diesen an sich schönen wohlfeilen Plan zu zerstören. Sahin motzt nicht gegen Terzic, weil der so oder so sein Boss bleibt. Terzic nicht über Kehl - gleicher Grund.

Trotzdem fehlt mir die Fantasie was jetzt passieren soll:

Eigentlich bräuchte man einen Berater für die Situation, dessen Position "aussenstehender" ist. Im Grunde das, was Sammer macht. Der kann unbefangen analysieren und beraten, weil er neben dieser Positionsleiter steht. Aber wenn du an der richtigen Position die falschen Leute hast, dann schadet das mehr als das es hilft. Das ist der Satz, der den BVB am besten beschreibt gerade.

Watzke übrigens hat zu wenig Ahnung vom Fußball und mischt sich nicht wirklich ein. Faktisch wird also NICHTS passieren. Man hofft darauf, dass einer von selbst aufgibt, weil er einsieht, dass er der falsche für den Job ist. Oder dass es IRGENDWIE gut ausgeht, also Platz 4 erreicht wird und die veränderten Rollen dann viel besser passen.


Umkehrschluss: Was SOLLTE eigentlich passieren:

Watzke. Idealerweise sollte er nichts tun. Geschäfte führen.

Sammer. Ist wie Watzke bald weg. Sollte eigentlich - wie oben beschrieben - der sein, der dem gesamten BVB eine sportliche Idee und neue Impulse geben sollte. Der ohne Jobangst Kritik üben kann. Wie toll das ist, kann man nur vermuten. Nach aussen dringend nur die Ideen des "deutschen robusten Kaders" und seine irrlichternden Expertenkommentare.

Kehl scheint mir nicht falsch zu sein von seinen Ideen. Der hat die Notwendigkeit eines echten Sechsers gesehen. Wie gut der dann gewesen wäre in Dortmund wissen wir nicht. Seine Verhandlungskünste sind Anbetracht des Nmecha-Deals eher solala. Trotzdem: Ausreichend.

Terzic... von allem was man hört auf und neben dem Spielfeld weiss ich nicht, was er eigentlich genau machen möchte. Am ehesten erscheint es mir, dass er gerne Sportdirektor wäre. Ein bisserl leiten und gestalten, aber nicht allzuviel machen und lieber delegieren. Schon jetzt leiten das Training nur die Cotrainer. Motivationsreden machen einzelne Spieler. Ingame-Coaching so wirklich niemand. Eigentlich fehlt dem BVB gerade vor allem ein Trainer. Und damit meine ich einen Fußball-Lehrer. Trillerpfeife, Matchplan, Aufstellung, Trainingsinhalte zur konkreten Vorbereitung auf die nächsten Gegner und nicht nur lose Körperertüchtigung.

Cut.

Was ich tun würde: Terzic raus, Sahin hinterher. Kehl ändert aktuell gerade eh nichts, hilft also auch nicht, dort was zu tun. Ich bin - auch wenn es vielleicht nicht reicht - beeindruckt, wie der Trainerwechsel in Mainz funktioniert hat. 1 Sieg, den Tabellenführer über 12 Runden beboxt - und das von einer Truppe, die insgesamt 2 Saisonsiege hat. Und ohne krasse Veränderung in der Aufstellung oder gar der Taktik, aber offenbar viel Feineinstellung und neuer Schwung.

Es gilt, so einen Trainer zu finden, der die Lethargie wegweht und mit festem Griff diese Mannschaft einstellt. DAS dieser Kader leistungsfähig ist, hat die letztjährige Rückrunde gezeigt. Auch so jemand wie Can. Das ist also "da". Aber ich denke, dazu muss man - ich hasse es - eine andere Mentalität reinbringen, Trainingsschärfe. Mentalität ist schon wieder so ein leeres Schlagwort, das ich aber füllen möchte: Das kann auch sein, dass man im Training Fähnchen aufstellt, die Spieler mit Seilen aneinander bindet und Fußball-ABC hart einbimst. Das die Spieler sich fachlich abgeholt fühlen, dass sie mindestens das Gefühl haben, dass der Trainer da einen klaren Plan hat, wie man gewillen will. Und auch WIE man das tun will. Und das versteht.

Solche Trainer gibt es da draussen. Ja, manche von denen sind momentan in Lohn und Brot. Aber viele kleine Vereine lassen gegen einen "kleinen" Obolus ihren Trainer auch gehen. Und es braucht für diese Arbeit keinen Namen wie Conte, Mourinho oder verblichenen Ex wie Buvac oder gar einen Neutrainer, der mal im Klub gespielt hat. Das sind Dinge, die man Scouten kann. Es gibt da draussen Trainer, die sofort helfen können ohne dabei ein dämlicher Feuerwehrmann zu sein.


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