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Nein, Amerikaner investieren nicht wirklich in die Clubs (Fußball und Sport allgemein)

Burgsmüller84, Samstag, 27.01.2024, 17:17 (vor 735 Tagen) @ 北原キッカーズ
bearbeitet von Burgsmüller84, Samstag, 27.01.2024, 17:23

Einige lustige Sätze, aber jeder wird seine eigene Meinung bilden. Die City Football Group "unterstützt" niemanden wohltätig, sondern nutzt die Lücken des Systems, um Dutzende Spieler aufkaufen zu können und diese garantiert irgendwo einzusetzen. Abstoßend wie von Chelsea, Red Bull, Udinese und anderen italienischen Clubs.

Ein großer Unterschied zwischen FSG und einem Ölstaat als Besitzer ist der Zweck des Besitzes. FSG als amerikanisches Vehikel dient dazu, die reichen Besitzer noch reicher zu machen. City ist natürlich "sportswashing".

Kosten sind für City recht irrelevant. Man steht an der Spitze der Pyramide und holt die besten Leute, nach Maßgabe ihrer Ex-Barca-Fachmänner. Liverpool hingegen muss profitabel wirtschaften. Man zahlt konsequenterweise nicht so viel wie die alleroberste Ebene der Pyramide. Bei Bellingham gab man leider recht frühzeitig auf. Ein Wettbieten, bei dem am Ende der BVB 200+ Millionen bekommen hätte, wäre viel cooler gewesen.

Eine Gemeinsamkeit: die FSG-Herren sind kaum öfter bei Spielen ihres Clubs als der Scheich in Manchester. Privat dürften die Amerikaner eher baseball-affin sein, der Scheich mag privat vermutlich eher lokale Verabstaltungen.

Zwischen FSG und den Glazers besteht ein großer Unterschied vor allem in der Öffentlichkeit der Finanzen. David Conn beim Guardian hat viele Artikel dazu schreiben können. Die Finanzarchitektur von FSG ist privater, dürfte aber mMn nicht viel positiver für den Club aus Fansicht sein.

Fans eines Clubs ist es weltweit meist egal, wer diesen besitzt. Hauptsache, der Club kann die besten Spieler verpflichten.

In der internationalen Perspektive wirkt unser 50+1-System einfach nur verschroben. Unsere lange bestehenden Mäzenatentum-Clubs haben sich nach einigen Jahrzehnten weitestgehend etabliert (aber nicht in der allgemeinen Beliebtheit). Ob dies beim Hopp-Club nach dessen Tod oder langfristig beim RB-Club der Fall sein wird, muss man abwarten. Im internationalen Vergleich sind die BL-Clubs einfach nur kleinere Fische. Bisherige Versuche von "Investments" in deutsche Clubs sind alle gescheitert, schon an der Inkompetenz der Handelnden.

Spannend ist, ob MCFC doch noch abgestraft wird für die 115 angeklagten Verstösse gegen Regularien der PL.


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