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Gründe für BVB Versagen im Dopa (Spieltage)

Fonzie, Münster, Sonntag, 12.11.2023, 14:10 (vor 795 Tagen) @ Kayldall

Ist es nur das? Wir reden ja nicht über einen Vergleich zu Bayern aber dass selbst Teams wie Stuttgart, die erst abgestiegen sind und dann wieder in die Bundesliga raufkamen uns jetzt selbst an dem was sie an Einsatz, Willen und Spielfreude mitbringen überlegen sind hat auch nichts mit System und Taktik zu tun.

Ich hatte diese und letzte Saison ziemlich viel zu meckern, aber die eine Sache, die das Team unter Terzic relativ verlässlich zeigt sind für mich Einsatz und Willen. Spielfreude ist dann Definitionssache, aber auch da würde ich sagen, dass die einzelnen Spieler diese durchaus zeigen, für meinen Geschmack sogar zu viel und nicht zu wenig.

Wir machen noch das 0-1 schon total gegen den Spielverlauf aber dann muss Schlotterbeck kurz vor der Pause auf links raus einen Gegner stoppen, weil Bensebaini (gerade vor ein paar Minuten eingewechselt) nach vorne gelaufen war statt hinten zu bleiben. Der Gegner passt dann den Ball auf Schlotterbecks ursprünglichen Gegenspieler der nun frei stand und Bensebaini versucht nun dorthin zu laufen um den zu übernehmen, was er aber natürlich nicht schafft, weil zu weit weg. Das ist ja schon keine Taktik mehr sondern Dummheit der Spieler.

Doch, das ist Taktik. Der Trainer ist dafür zuständig, dass die Spieler Lösungen für solche Situationen an die Hand bekommen, offensiv wie defensiv. Gestern hat Stuttgart exakt so gespielt wie immer und es wirkte zum wiederholten Mal so, als wären wir davon überrascht worden. Das, was wie Überraschung wirkt, ist aber ja letztlich nur fehlendes Handwerkszeug, um mit der Spielweise des Gegners konstruktiv umzugehen. Denn - und ich glaube in dem Punkt sind wir uns einig - wir sind personell ja eigentlich besser besetzt als ein Team wie Stuttgart.

Wir kommen 45 Minuten gar nicht nach vorne machen trotzdem mit dem ersten Versuch das 0-1 und dann kurz vor der Pause kommt man auf die Idee mal nach vorne zu laufen statt das 0-1 in die Pause zu retten und sich dann zu sammeln und hoffentlich eine bessere zweite Halbzeit zu spielen.

Auch das ist doch ein Systemproblem. Wieso haben wir keine funktionierenden Ansätze um in so einem Spiel nach vorne zu kommen? Sobald ein bisschen Druck aufkommt und Automatismen bei den Lauf- und Passwegen greifen müssten, geraten wir total ins Schwimmen und die Bälle sind extrem schnell wieder weg oder jemand hat sie in Unterzahl in komplett ungefährlichen Zonen.

Natürlich ist ein Nmecha kein Bellingham und ein Öczan kein Can. Natürlich ist Haaland ein anderes Kaliber als Haller und Füllkrug. Natürlich ist auch Adeyemi kein Sancho oder Dembele in Topform. Trotzdem performen so gut wie alle dieser Spieler zur Zeit komplett unter ihren Möglichkeiten, weil viel zu viel bei uns davon abhängt, dass sie individuell und eigenhändig irgendwelche Lösungen für die jeweilige Spielsituation entwickeln müssen.


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