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Alle entscheidenden Szenen wurden falsch bewertet (Spieltage)

Nietzsche, Montag, 30.10.2023, 21:47 (vor 807 Tagen) @ AGraute

Ich glaube, dass du VAR und Torlinientechnik vermischst.

Nein, mein Beispiel war nur nicht gut. Rudi Völler hätte bei der WM 90 gegen Holland keine rote Karte bekommen, Andi Möller wäre wegen seiner Schutzschwalbe nicht gesperrt worden. Die Wolfsburger Spieler hätten beim Inperatorspiel nicht zusätzliche Bälle auf den Platz geworfen, um das Spiel zu unterbrechen. Man kann eigentlich keinen Quatsch hinter dem Rücken des Schiris mehr machen.
Solche Sachen wären dann wieder möglich, weil ja keiner hingesehen hat. Gäbe dann ggf. ne nachträgliche Sperre, aber davon hat man im Spiel ja nichts.

Die verbleibende schwarz-weiß-Entscheidung ist das Abseits. Die automatische Abseitserkennung ist etwas komplizierter, da es viel mehr variable Faktoren als bei der Torlinie gibt. Bisher funktioniert dies System jedoch sehr gut und in einigen Jahren wird es hoffentlich das aktuelle Rätselraten des korrekten Frames ablösen.

Das ist auch so eine Scheindiskussion. Natürlich kann man die Bilder nicht beliebig fein auflösen. Aber man ist sehr viel feiner und genauer, als es ein Schiedsrichter auf dem Platz könnte. Die ganze Aufregung darüber entbehrt jeder Grundlage.

Was bleibt also noch für den VAR?
Alle Entscheidungen, die individuell bewertet werden; insbesondere Foul- und Handspiel. Und genau hier hat sich die Willkür verlagert. Vom Platz in den Videoraum. Im Grunde weiß ja jeder, dass korrekt angewendete Technik besser als das menschliche Auge ist. Die Anwendung ist jedoch das Problem.

Du gibst also zu, dass es nicht schlechter geworden ist. Also in dem Sinne, dass es durch den VAR mehr Fehlentscheidungen gäbe. Und das läge an der schlechten Anwendung. Damit gibt es kein Gegenargument mehr, das nicht psychologischer Natur ist. Denn wenn wir die Anwendung verbessern, wird der Fußball gerechter.

Vor allem gibst Du zu, dass es an den Schiedsrichtern liegt, da die Willkür jetzt im Keller säße. Ja wo wäre denn dann der Vorteil, wenn wir den VAR abschaffen und keine Möglichkeit mehr haben, den Schiri zu überführen? Damit schrieben wir den Ist-Zustand doch für immer fest. Das kann man doch nicht ernsthaft wollen.

Mir zumindest geht es so, dass ich einen VAR-Fehler um ein vielfaches schlechter nachvollziehen und akzeptieren kann, als einen Fehler eines Schiris auf dem Feld.

Das geht vielen so, weil man das Gefühl hat, es sei doch viel einfacher, die richtige Entscheidung zu treffen. Und genau das ist doch auch das größte Argument für den VAR. Denn die Schiedsrichter werden so lange immer wieder im Mittelpunkt stehen und ihre Fehler zugeben müssen, bis sie endlich gut genug sind.
Diese ganze arrogante Schiedsrichterbande beim DFB hat sich doch erst dadurch entwickelt, weil sie seit ewiger Zeit von den Medien geschützt wurde. Da gab es die absurdesten Entschuldigungen. Erst dadurch konnte ein Hoeneß so viel Druck aufbauen, dass seine Bayern ständig mit anderem Maßstab gemessen werden. Dieser Druck ist jetzt nicht mehr exklusiv den Leuten vorbehalten, die bei den Journalisten Einfluss haben, dieser Druck kommt jetzt von allen Fans, die keinen Bock mehr auf diese Verarsche haben.

Es gibt viele gute Argumente gegen den VAR in der derzeitigen Form, weil die Leute einfach schlecht sind. Aber es gibt kein objektives gutes Argument gegen den VAR.


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