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„Die Dortmunder sind eigentlich fast zu doof, um deutscher Meister zu werden“ (Spieltage)

Ulrich, Sonntag, 23.04.2023, 08:29 (vor 997 Tagen) @ Frankonius

Bei der CSU reicht es irgend einem Regionalverband anzugehören - Andi Scheuer oder Alexander Dobrindt als Beispiel. Söder ist für mic auch eine Luftnummer. In der Covid-Phase fand ich seine mitfühlende besorgte Art auch gut, aber das ist lange vorbei.
Bayern hat als Bundesland irgendwie gute Karten, ähnlich wie Baden-Württemberg. Sicher auch ein Verdienst der Schwarzen, aber nicht nur. Strukturwandel wie in NRW war nie ein Thema.
Bergbau und Stahlindustrie hat es auch dort nie gegeben.
Wenn die dann dort noch merken, dass auch ein Grüner oder Roter das Land mit einer sehr gesunden Struktur erfolgreich regieren würde, wäre die Vorherrschaft der CSU vorbei.

Söder ist ein Heißluftgebläse, in der Kategorie ist er unschlagbar. Zudem ist er jederzeit in der Lage, seine Positionen um 180 Grad zu ändern. Er hat den alten Adenauer-Spruch "Was schert mich mein Geschwätz von gestern?" komplett verinnerlicht. Aktuell ist er bei den Umfragen obenauf, aber man sollte nicht vergessen, dass er bei der letzten Landtagswahl das schlechteste CSU-Ergebnis seit den Fünfziger Jahren eingefahren hat. Und jetzt hat er gleich mehrere Achillesfersen. Die zweite Stammstrecke in München, das Nürnberger Zukunftsmuseum, die Blockade bei Windkraft und HGÜ-Strecken. Das könnte noch interessant werden.

Einen Strukturwandel hat es auch in Bayern gegeben, nur hat der weitaus früher eingesetzt als im Ruhrgebiet. Weite Teile Bayerns waren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor allem landwirtschaftlich geprägt. Außerdem waren sie im Krieg lange Zeit für die amerikanische und britische Luftwaffe schwerer zu erreichen als Norddeutschland oder das Ruhrgebiet. Industrie gab es vor allem in Franken. In Schweinfurt z.B. wurden im 19. Jahrhundert wichtige Erfindungen gemacht, die das moderne Fahrrad ermöglichten. Im Dritten Reich saß dort die deutsche Kugellagerindustrie. Entsprechend schwer waren die Luftangriffe der Alliierten. Auch andere fränkische Städte wurden Ziele, vor allem Nürnberg wegen seiner Rolle im Dritten Reich, seiner Industrie und seiner Rolle im Bahnnetz. München und andere bayrische Städte hingegen waren kein priorisiertes Ziel, entsprechend gering waren die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Dies führte dazu, dass sich die Firma Siemens nach Kriegsende recht schnell dazu entschied, den Konzern aus dem völlig zerstörten, politisch unsicheren und von der Bundesrepublik geografisch abgetrennten Westberlin nach Bayern zu verlagern. Daraus entwickelte sich dann die wichtigste Keimzelle der bayrischen Industrialisierung.


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