schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

BVB-Kapitän Reus und die große Frage: Verlängern oder trennen? (BVB)

majus_1909, Dienstag, 18.04.2023, 08:13 (vor 1218 Tagen) @ micha87

Klingt vom Grundsatz her interessant, aber das was du beschreibst ging im vergangenen Jahrzehnt noch. Inzwischen kommen Jugendspieler mit Berater und wissen das ist eine Durchgangsstation für 2-3 Jahre und nicht 4-5 Jahre. Einen Lewa könnten wir heute nicht mehr bis zum Vertragsende halten, der würde sowas nicht mehr mitmachen. Für den Verein ist es zudem ein Business-Modell Spieler auf ein Top-Niveau heranzuführen und zu monetarisieren. Damals standen Projekte wie PSG & City am Anfang, heute sieht das ganz anders aus und sie sind Dauermeister in ihren Ländern. Ein Haaland wollte weg und hier nicht mit Jude & Sancho eine Ära prägen. Das Modell mit jungen Spielern einen Titel zu holen und am besten mit jenen aus der eigenen Jugend, ist etwas was für Romantiker und passiert wohl zufällig einmal in 100 Jahren.
[...]
Vielleicht haben wir das Glück dieses Jahr den Titel zu holen, ansonsten heißt es im Sommer die Kohle für Jude so effektiv wie möglich zu investieren, eine Vertragsverlängerung scheint bei ihm nicht so wahrscheinlich. So einen Spieler müsste man halten um das zu erreichen was du beschreibst, nur leider gibt dies unser Modell sowie die Gedankenwelt der Spieler nicht her.

Irgendwo scheinst du mich missverstanden zu haben. Ich fordere hier keine Ära von jungen Toptalenten. Das ist unrealistisch, klar. Im 2011er Team war es Mats 2. volle Saison als Stammspieler beim BVB. Beim Titelgewinn war er gerade am Ende seines zweiten Vertragsjahres, auch wenn er zuvor schon als Leihspieler 1,5 Jahre beim BVB war. Sancho war 4 Jahre im Verein, Haaland 2,5 und Bellingham voraussichtlich 3. Das ist kein so großer Unterschied zu einem Mats.

Mein Punkt ist einfach, dass wir aktuell zu viele ältere Spieler im Kader haben, für die der BVB in der aktuellen Situation das höchste der Gefühle ist und wenn sie in die Zukunft schauen, kommt da kein besserer Verein um die Ecke.

Wenn ich bei Transfermarkt.de nach gespielten Minuten die Reihe runter gehe sind das: Guerreiro (#3), Brandt (#4), Süle (#5), Özcan (#7), Can (#8), Hummels (#9), Malen (#10), Reus (#11), Wolf (#12). Die einzigen mit Zukunft aus der Reihe sind Bellingham (#1), Schlotterbeck (#2) und Kobel (#3). Und davon muss sogar erstmal ein Schlotterbeck zeigen, dass er das Potenzial für mehr hat.

Wenn ich auf den Positionen 1-12 nach gespielten Minuten 9x Spieler habe, die hier ihren Traumvertrag bekommen haben und gleichzeitig mindestens eine Klasse schlechter sind als ihr Pendant beim FCB, ja dann brauchen wir wirklich Glück, um Meister zu werden. Das müssen wir uns aber dann auch offen eingestehen und dann können wir nicht frustriert sind. Unsere Transferausrichtung schreit ganz klar danach 2. - 4. werden zu wollen. Nicht mehr, nicht weniger. Ökonomisch vollkommen verständlich. Das führt allerdings dazu, dass der BVB aktuell keine interessante Geschichte erzählen kann und so führt das zu dieser bleiernen sportlichen und emotionalen Schwere überall.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1608463 Einträge in 17197 Threads, 14419 registrierte Benutzer Forumszeit: 18.08.2026, 01:26
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln