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Reus Einstellung ist der entscheidende Faktor (BVB)

Trainer09, Bochum, Montag, 17.04.2023, 13:10 (vor 1218 Tagen) @ Phil

Man könnte auch sagen, es ist der bequemere Weg. Zum einen geht man diesem "Konflikt" des "vom Hof jagen" aus dem Wege, zum anderen dürte es schon so sein, dass man mit Hummels, Reus oder Guerreiro erstmal davon ausgeht, doch die Plätze 2-4 "sicherer sicher" zu haben. Weil man weiß" was man daran hat" (und klar, man blendet dann eben auch aus, dass die Herren alle noch einmal älter werden über die Spielzeit 23/24 hinweg).

Ich glaube, wenn man ehrlich ist, blendet man hier seit Jahren schon Realitäten aus. Die 3 von dir genannten Spieler sind Paradebeispiele. Wir haben Marco Reus, der Zeit seiner Karriere nie zu einem größeren Verein gewechselt ist, weder national noch international. Hierfür gebührt ihm weitestgehend Respekt und ich glaube auch, dass Reus wirklich ein Spieler ist, der den BVB im Herzen trägt. Allerdings muss man gleichzeitig feststellen, dass dann natürlich die Wahrscheinlichkeit auch hoch liegt, dass die intrinsische Motivation, aus seiner sportlichen individuellen Karriere das Beste rauszuholen, ggf. am Ende nicht ganz so hoch ist wie bei anderen, die sich dann doch noch mal woanders beweisen. Und meines Erachtens beweist er auch gerade, dass er damit, nicht unangefochten zu sein, größte Schwierigkeiten hat.

Guerreiro ist ein Spieler, der in einem Interview preisgibt, er wolle in erster Linie nicht wechseln, weil er sich da "neu beweisen müsse".

Mats Hummels kommt vom FC Bayern zum BVB zurück und sagt ebenfalls in einem Interview, er habe das Ausland unter anderem deshalb vermieden, weil er dort Gefahr liefe ggf. keine wesentliche Rolle mehr spielen zu können. Natürlich ist an der Einschätzung etwas dran, denn gerade in England würde man wahrscheinlich deutlich härter kritisiert, wenn man pro Saison 56mal einen gefährlichen Aufbaupass in die nicht gesicherte Schnittstelle vor der Abwehr spielt und daraus nicht lernt (gegen Stuttgart wieder der erste Pass des Spiels nach 2 Minuten).

Jeder Mensch ist anders... Eine Mannschaft muss aber insgesamt homogen sein. Wir haben zu viele lethargische Spieler, es kippt auf die falsche Seite. Und ob man Reus verlängern sollte liegt auch insbesondere daran, wie viele neue Spieler man dazu holt und wie viel der Lethargie man ansonsten aus dem Kader schaffen kann.


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