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Chelsea verpflichtet Nkunku (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 18.12.2022, 16:13 (vor 1347 Tagen) @ Burgsmüller84

Denkst du, bei uns wird ebenso in Szenarien gedacht und geplant?

Mit Sicherheit.

Wobei das (Fußball-)Leben kein Reißbrett ist. In der Wirtschaftswissenschaft ist in theoretischen Modellen die ceteris paribus - Klausel sehr beliebt. Nur hält das praktische Leben eben nicht die permanenten Unwägbarkeiten der Außenwelt von deinen internen Planspielen fort. Zu viele Faktoren sind schlicht nicht kalkulierbar.

Ich bin mir sehr sicher, dass wir den einen oder anderen Spieler im Kader haben, den wir eigentlich gar nicht auf dem Zettel für eine bestimmte Position hatten. Aber am Ende ergeben sämtliche ‚wenn…, dann…‘-Szenarien nur eine Leerstelle und man muss dass nehmen, was schlicht kurzfristig mach- und verfügbar ist.

Damit meine ich nicht durch plötzliche Ereignisse (langzeitige verletzungsbedingte Ausfälle, schwere Erkrankungen, etc.) erforderlich werdende kurzfristig zu realisierenden Transfers wie Modeste oder Toljan. Wobei man diese sicherlich auch kritisch hinterfragen muss, da hier die Dringlichkeit des jeweiligen Transfers eine ausreichend analytische Herangehensweise in den Hintergrund gedrängt zu haben scheint. Und auch nicht ‚Spontankäufe‘, weil die Gelegenheit gerade vorhanden ist, so wie bei Can, die ebenfalls eine zielgenaue Analyse nicht vermuten lassen.

Sondern unsere strategische Kaderplanung. Die nicht besser oder schlechter als die der ligainternen Konkurrenz ist. Was nicht heißt, dass sie nicht optimierungsbedürftig ist.

Warum wirken sehr viele unserer Transfers so zufällig und aus der Not entstanden? Bei unseren Jungstars ist der Abgang lange vorhersehbar, aber Ersatz scheint nie eingeplant zu werden.

Bei den jungen Toptalenten scheint es mir nicht so zu sein, dass man diese positionsbezogen sucht und verpflichtet. Vielmehr sieht es für mich so aus, dass es schlicht um Toptalente geht. Die man dann auch mit entsprechendem Gewinn weiterverkaufen kann. Da sind auch heutzutage noch die Offensivspieler lukrativer als die Defensivspieler,obwohl sich die Relationen da mittlerweile auch ein wenig anders gestalten.

Da allerdings auch die absoluten Topclubs in letzter Zeit vermehrt die Schiene ‚junge Toptalente‘ fahren, wird es auf diesem Spezialmarkt für den BVB enger. Wenn wir wenige spektakuläre Toptalente verpflichten können, wird auch weniger Geld beim Wiederverkauf in unsere Kassen fließen. Was wiederum bedeutet, dass unsere Kaderplanung in puncto Zielgenauigkeit einschließlich der infragekommenden jeweiligen Alternativen zwangslaäufig besser werden muss.


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