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Vergleich WM Argentinien / Katar (Fußball und Sport allgemein)

BukausmTal, Wuppertal, Montag, 24.10.2022, 12:05 (vor 1190 Tagen) @ Cthulhu

Wurde das FFP nicht abgeschafft?
Messi und Ronaldo hier als Beispiel zu nennen finde ich auch nicht zielführend, es gab mal ne Zeit da war Zidane mit etwa 70Mio ein absoluter Rekordtransfer, heute reicht es wenn man dafür halbwegs geradeaus laufen kann. Wird halt alles teurer und perverser.


Teurer, ja. Aber wird es wirklich perverser? Waren die 50 Mio. DM für Amoroso weniger pervers als 222 Mio. € für Neymar?

> War eine WM zu Gast bei der argentinischen Junta besser, als eine in Katar?>

Sehr gute Frage.

Das politische System in Argentinien war keinesfalls eine Alternative zum Unrechtsstaat Katar.
Eine Militärdiktatur, in der alle irgendwie Oppositionellen mit Folter, Verschleppung und Ermordung rechnen mussten.

Kleine Einordnung:
https://www.planet-wissen.de/kultur/suedamerika/argentinien/pwiediemilitaerdiktaturvonbis100.html

Historisch verglichen fällt natürlich ins Gewicht, dass heute in Zeiten des Internets und einer Medienkultur, die vielleicht ein Stück weit kritischer ist, Proteste wie das Banner im Westfalenstadion eher öffentlich wahrgenommen werden als das vor 44 Jahren der Fall war.
Viele Fußballfans heute dürften die Entwicklung im Fußball kritischer sehen und aktiver dagegen Stellung beziehen. Dabei spielen teilweise auch aktive Fanszenen und Ultras ein gute Rolle.

Krass war, wie sehr der DFB 1978 noch im braunen Sumpf steckte, sichtbar bis zum Präsidentenn Hermann Neuberger. Das wäre bei den heutigen glattgebügelten "No to racism" -Kampagnen von allenFußballverbänden so nicht mehr denkbar.

https://www.tagesspiegel.de/sport/ein-besuch-bei-alten-kameraden-der-nazi-rudel-kam-1978-1654594.html

Ich denke, im Gegensatz zu 1978 ist heute großen Teilen der Fußballfans bewußt, dass die Fifa ein korrupter, mafiöser Drecksladen ist. Die Vergabe 2010 nach Katar, obwohl alle Kriterien gegen eine Austragung der WM sprachen, hat für viele das Fass zum Überlaufen gebracht.
Natürlich wäre es auch angemessen gewesen, die WM 1978 zu boykottieren.
Den einzigen nennenswerten Protest, den ich überhaupt kenne, waren das Verhalten und die Aussagen von Cesar Luis Menotti nach dem WM- Sieg seiner Mannschaft.


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