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"Es geht darum, dass wir nicht übereinander reden, sondern miteinander" (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 22.10.2022, 12:19 (vor 1405 Tagen) @ Talentförderer
bearbeitet von Will Kane, Samstag, 22.10.2022, 12:28

Im übrigen bleibe ich dabei, dass dieser Kader über genug Qualität verfügt, um unsere Saisonziele zu erreichen. Und ich habe auch keine Zweifel, dass wir diese Ziele erreichen.

Wenn wir uns fußballerisch weiterentwickeln und vor allem auch nicht von der fußballerischen Entwicklung abgehängt werden wollen, dann müssen wir allerdings auch den Kader verändern. Das wissen die Clubverantwortlichen auch und sie wissen auch, dass dies nicht in einer Transferperiode erledigt sein kann. Kehl und andere haben es ja explizit so zum Ausdruck gebracht.


Zweifel sind trotz Qualität im Kader vorhanden, weil eben genau die Frage ist wie man sich fußballerisch weiterentwickeln will, wenn man einen Trainer hat, der am, in der Bundesliga schon stark durchgekauten, Umschaltfußball hängt.

Ein Drittel der aktuellen Saison sind gespielt und bis zur WM-/Winterpause ist der Spielrhythmus noch einmal kürzer als sonst in dieser Zeit der Saison sowieso schon üblich: Reise/Spiel - Reise/Regeneration - Training (= Vorbereitung auf den nächsten Gegner) - Reise/Spiel. An reguläre Trainingsarbeit ist da nicht zu denken, das Einstudieren grundlegender und vertiefender Dinge ist dann ohnehin nicht machbar.

Wieviel WM-Teilnehmer wir haben werden weiß ich nicht. Wahrscheinlich nicht ganz so viele wie Bayern, aber doch so einige. Wie fit die von der WM zurückkehren werden, kann jetzt noch niemand sagen. Aber dass unabhängig davon die Winterpause auch kaum dafür geeignet sein dürfte, z.B. die Ballzirkulation auf ein Niveau zu bringen, dass die Grundlage für ein effektives Ballbesitzspiel gewährleistet wäre, dürfte wohl so ziemlich jedem klar sein.

In einer solchen Situation, in der immerhin die Ergebnisse in Pokal und CL stimmen und in der Meisterschaftsrunde die Tabellenspitze bzw. die CL-Ränge punktemäßig nicht so weit entfernt sind, wäre es zum einen kontraproduktiv, an irgendeinem anderen Spielstil zu arbeiten, und es wäre desweiteren sinnlos, den Trainer zu tauschen. Terzić muss zusehen, dass er ein einigermaßen strukturiertes Umschaltspiel auf den Rasen bringt. Die individuelle Qualtität in der Mannschaft und der weitmaschigere Spielplan in der Rückrunde werden ihm dabei helfen.

Wie es dann zukünftig mit Terzić weitergehen wird, hängt mAn in erster Linie davon ab, inwieweit er willens und
in der Lage ist, das Ballbesitzspiel des Teams zu gestalten. Und natürlich davon, wie unsere Clubführung das sieht. Will man weiter zurück in die Zukunft, dann wird sich man auch bei steter Optimierung des Umschaltspiels nicht weiterentwickeln. In der Bundesliga werden uns 80% der Gegner den Ball freiwillig überlassen und defensiv kompakt stehen. Da ist ein funktionierendes Ballbesitzspiel dringend notwendig.


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