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BVB U23 (?) vor Leihe von Ian Maatsen (LV)? (BVB)

Freyr, Donnerstag, 12.05.2022, 13:13 (vor 1584 Tagen) @ Nietzsche
bearbeitet von Freyr, Donnerstag, 12.05.2022, 13:17

Ausnahmen widerlegen die Regel.

Nein,

du verwechselst das z.B. einen mathematischen Beweis. Der Beweis schließt die Existenz von Gegenbeispielen prinzipiell aus. Um eine Behauptung zu widerlegen, reicht es aus ein Beispiel zu finden, für das die Behauptung nicht gültig ist.

Eine Regel ist etwas vollkommen anderes. Ein Gegenbeispiel widerlegt die Regel nicht. Die Regel ist kein physikalisches Gesetz, kein juristisches Gesetz. Die Regel ist das "üblicherweise Geltende". Die Regel muss nicht auf 100% der Fälle zutreffen.

In der Regel fahre ich nach BVB-Spielen direkt nach Hause. (aber es kommt auch selten vor dass ich in der Kneipe versacke).
In der Regel sind alle Fabrizio Romano-Gerüchte Müll. (aber er hatte auch schon mal, zufällig, einige male richtig getippt)
In der Regel ist Frühstück eine Mahlzeit in den Morgenstunden. Aber für den Mann/Frau die um 19 Uhr aufgestanden ist, war Frühstück um 20 Uhr. Trotzdem wird Jeder beim Wort Frühstück an 6-10 Uhr denken, vollkommen egal ob es Ausnahmen gibt.
In der Regel hat das Möbelgeschäft am Sonntag zu. (außer am 500-Jahrfest, da durfte es öffnen)
In keinem dieser Fälle widerlegt die Ausnahme die Regel.

Deine Aussage "Ausnahmen widerlegen die Regel." ist also noch viel falscher.

Kommen wir zu der allgemeinen Redewendung: Ausnahmen bestätigen die Regel

Der eigentlich Ausspruch findet seinen Ursprung bei Cicero. Er schrieb:
"Wenn eine Ausnahme bewirkt, dass es nicht erlaubt ist, muss es notwendigerweise dann, wenn keine solche Ausnahme besteht, erlaubt sein."
(Quod si exceptio facit ne liceat, ubi <non sit exceptum, ibi> necesse est licere.)
Daraus entwickelte sich im römischen Recht der Ausspruch: "Die Ausnahme bestätigt die Regel in den nicht ausgenommenen Fällen."
(exceptio probat regulam in casibus non exceptis)

Das ungefähr so interpretiert werden kann. Wenn man bei einer Annahme und 100 möglichen Szenarien nur 1 Gegenbeispiel einfällt, dann treffen die anderen 99 Beispiele zu und wir haben eine Regel gefunden. Also etwas "üblicherweise Geltende".
Wenn einem jedoch 50 Beispiele dagegen einfallen und 50 dafür, haben wir keine Regel.

Nun ist das streitbar ob die Ausnahmen die Regel bestätigen oder doch eher die "Nicht-Ausnahmen".
Aber deine Korrektur ist nicht richtiger.


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