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Brandt und die Gefühlte Wahrheit vs messbare Leistung (BVB)

DomJay, Köln, Montag, 11.04.2022, 14:34 (vor 1621 Tagen) @ Komanda

Mal überspitzt: Wenn ich mir nur 5 Zweikämpfe im Spiel herauspicke, die ich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinne, dann habe ich am Ende auch ne super Statistik.

Ich halte daher Einzelwerte für nicht aussagekräftig. Im Profisport sollten doch mehr Parameter von einer eigenen Abteilung im Verein erfasst werden. Keine Ahnung, wie ausgeprägt das ist.

Und wenn sich Leute darüber aufregen, dass Brandt Zweikämpfen aus dem Weg geht (siehe auch wieder hier im Teilstrang), dann gehört das eben auch zu seinem Profil. Ob das für das Gesamtgefüge und die Taktik negative Folgen hat, muss das Trainerteam entscheiden.


Denn was brächten Scorer, wenn auf der Gegenseite evtl. viele eingeleitete Chancen für den Gegner stünden?

Die Gesamtheit der Werte ist bei ihm nicht schlecht. Bei 160 gewonnenen Zweikämpfe und einer Quote von 40% (was offensiv eigentlich gut wäre) würde er also 400 Zweikämpfe bestreiten also 15 pro Spiel. Deshalb habe ich mir viele seiner Daten mal angesehen und da sieht er nicht schlecht aus.

Und Vorlagen und Tore bringen am Ende Punkte, da sind seine Pre-Assists noch gar nicht drin. Ansonsten müsste man mal ganz böse über viele sehr gute Offensivspieler reden. Denn eins ist auch klar, Offensivspieler sind nun mal die Spieler, die eher den Ball verlieren einfach weil sie irgendwann den Ball spielen müssen. Und Brandt ist halt einer, der positiv wie negativ Ideen hat und Lücken erkennt. Manchmal bricht er damit die Verteidigung sehr gut auf, manchmal auch die eigene.

Was gegen ihn spricht ist eben auch viel gefühlte nicht-Leistung. Das ist aber tatsächlich etwas, dass man im Profi Bereich nicht berücksichtigt.


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