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Rose Spielsystem (BVB)

koom, Montag, 08.11.2021, 13:25 (vor 1812 Tagen) @ Talentförderer

Ich glaube hier bei den Leuten die Favre Fußball unattraktiv und langweilig fanden und keinerlei Interesse an defensiv gedachten Fußball haben, sondern Offensivfußball wollen, wirst du damit auf wenig Gegenliebe stoßen.

Hm, ist alles etwas komplexerer als es so zu benennen.

Wenn du Klopp und Guardiola her nimmst, dann eint die beiden, dass ein Großteil ihres Spiels die Defensive (Balleroberung) ist. Ein wichtiger Teil dabei ist das Positionsspiel. Entweder haben sie sich passende Spieler gekauft oder anderweitig gefunden, die die Balance auf den Platz herstellen. Alonso bspw. war sicherlich kein wilder Grätscher oder Staubsauger vor der Abwehr und auch wichtig für die Offensive. Aber er hatte stets ein Auge auf den Spielverlauf und positionierte sich (oder andere) so, dass ein plötzlicher Konter keine gefährlichen Räume finden konnte.

Defensiv denken heißt ja nicht, dass man tief steht. Aber wenn du auf dem Platz stehst, und anstatt (oder zusätzlich) den freien Mann/Raum in der Offensive erkennst, auch die potentielle Kontergefahr erkennst und daraufhin auch schon agierst, dann ändert sich alles. Dann ist der plötzliche Konter ein erneuter Ballgewinn für dein Team und sogar noch gefährlicher. Guardiola zog vor allem in seinem flankenlastigen letztes Bayernjahr dabei ein faszinierendes, gefühlt centimeter-genaues Abwehrnetz ein, wo alle klare Positionen hatten. Klopp verwendet auch sehr gerne ambivalente Spieler wie Henderson, Milner, Keita und viele andere, die man gerade im Mittelfeld alles spielen lassen kann und das stets sehr gut tun.

Wenn ich mir Dortmund oft anschaue, dann fehlen mir diese "Absicherungen" in Quantität und Qualität. Das gilt auch durchaus für das Gladbach unter Rose.


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