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ist das vielleicht ein Problem... (Spieltage)

CrimsonGhost, Freitag, 01.10.2021, 19:00 (vor 1699 Tagen) @ Frankonius

..des ganzen ehemaligen "Ostblock" einschließlich der früheren DDR?
Polen, Ungarn, Slowakei und ganz vorne dabei Russland zeichnen sich ja nicht gerade durch besondere Toleranz und Weltoffenheit aus. Xenophobie, Rassismus und Homophobie werden oft von den Oberen verordnet. Da sind solche Vorfälle beim Fußball nur die Symptome einer Krankheit, die Ursachen liegen aber ganz woanders.

Das Problem ist viel älter und tiefgreifender als pauschal dem ehemaligen Ostblock die Schuld zu geben. Wobei in den Jahrzehnten des Kalten Krieges eben fast nichts gegen Rassismus etc. unternommen wurde. Rassisten und Antisemiten gab es auch dort schon vorher. Die meisten Ostblockstaaten sind erst im 20. Jahrhundert nach dem Zusammenbruch des Deutschen, Österreichischen und Russischen Kaiserreiches und des Osmanischen Reiches unabhängig geworden. Und zwei Jahrzehnte später fegte der Faschismus und der zweite Weltkrieg durch Osteuropa mit dem Ergebnis des Sieges der Roten Armee und der Errichtung sogenannter sozialistischer und per Anordnung antifaschistischer Staaten (Einparteiendiktaturen unter dem Deckmantel des Sozialismus/Kommunismus passt da als Bezeichnung besser). Im Kalten Krieg kam die Bevölkerung der osteuropäischen Staaten durch die Reisebeschränkungen nur selten in Kontakt mit Menschen aus dem Ausland. Gastarbeiter in der DDR wurden häufig von der einheimischen Bevölkerung abgeschirmt. Mit dem Ende der Sowjetunion und des Ostblockes konnte das rassistische Gedankengut dann wieder sich die Bahn brechen unter dem Deckmantel der Redefreiheit, waren die Kommunisten doch die Bösen, die 45 Jahre geherrscht hatten. Die ehemaligen Ostblockstaaten hatten nach dem Ende des Kalten Krieges dazu mit ihrer wirtschaftlichen Situation zu kämpfen, viele Arbeitskräfte wandern bis heute in den Westen ab und hinterlassen schwierige Gesellschaften. Aber das Thema ist viel komplexer, als dass man es hier pauschal abbilden kann.


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