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Der BVB - SC Paderborn - Analysethread (BVB)

Blarry, Essen, Dienstag, 02.02.2021, 23:56 (vor 2101 Tagen) @ CHS

Fußballfans: "Fußball ist langweilig, die Sieger stehen schon vorher fest, wir wollen endlich wieder spannende Spiele!"
Fußballfans nach spannendem Spiel: "Was, nein, nicht so!"

Hach.

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Alles in allem das erwartet unangenehme Spiel. Hut ab vor Paderborn, dass die nach dem frühen 0:2 weiter durchpressen würden, war in keinem vernünftigen Matchplan vorhersehbar. Nach der Führung das Spiel runterschaukeln zu wollen kann man daher auch niemandem krummnehmen. Denkt, dran, in den nächsten Wochen spielen wir alle drei Tage, da ist die Truppe über jede Einsatzminute mit Halbgas froh. Paderborn war zwar nach 60 Minuten ziemlich oft an unserem Strafraum, aber wirklich Torgefahr entwickelt haben die nicht, finde ich. Da war schon der individuelle Klassenunterschied zu sehen; besonders Akanji und Schulz haben ihre linke Seite bis zu Schulz' Auswechslung konsequent saubergehalten. Kam schon auffällig viel über rechts; natürlich nicht überraschend, Baumgart ist nicht blind und sieht, dass Piszczu und Passlack ewig nicht mehr gespielt haben und angerostet sind.

Alles in allem hatte ich dennoch nicht die Angst, dass das Spiel kippen würde. Wir waren mit zunehmendem Paderborner Druck jederzeit einen der seltenen nicht komplett hirntot ausgespielten Konter vom Deckel-drauf-Treffer entfernt. Dass Passlack am Ende entscheidet, noch eine halbe Stunde länger mit den Jungs zocken zu wollen - Schwamm drüber. Natürlich doof für Regeneration und Trainingsplanung und Belastungssteuerung in den nächsten Wochen, aber das wird sich schon irgendwie wuppen.

Oh, etwas abseits des Spielerischen: mit Erlings, öhm, "Sozialverhalten" bin ich heute ein wenig unglücklich. Man braucht nicht ein halbes Dutzendmal während eines Spiels abwinken und frustriert auf den Boden vor sich zeigen, wenn man bei einem Angriff den Ball nicht bekommen hat. Insbesondere, wenn man dabei selber im Abseits oder Deckungsschatten überwintert. Das ist nicht gut für die Teamchemie, die wir bis Ende Mai über Wasser halten müssen, wenn wir noch was holen wollen. Abgesehen davon wirkt der Junge ein wenig überspielt, trifft fragwürdige Entscheidungen wie bei seinen zwei Strafraumszenen in der ersten Halbzeit, wo er ohne Not den Verteidiger kreuzt und dabei seinen Geschwindigkeitsvorteil aufgibt. Fällt bei dem Jungen leider besonders auf, weil er nunmal der Fokalpunkt unserer Angriffe und unsere Torgarantie ist und in der Rolle funktionieren muss. Das wird aber irgendwann wieder werden.


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