Willkommen im BVB-Forum

Strukturelle Probleme (BVB)

lupfen!, Seedorf, Samstag, 19.12.2020, 12:58 (vor 2141 Tagen) @ CHS

Es wird m.E. immer deutlicher, dass wir strukturelle Probleme haben. Ich habe das Gefühl, dass es bei anderen Vereinen wie Bayern, Bayer, RaBa mittlerweile deutlich professioneller auf allen sportlichen Ebenen zuzugehen scheint, als bei uns. Mir fällt da spontan die Amazon-Doku über unseren Verein ein. Ich konnte ehrlich gesagt nicht mal alle Folgen ansehen, weil sich irgendwann ein Gefühl des Fremdschämens eingeschlichen hat, nur dadurch getriggert, dass ich mir dachte, so arbeiten die doch hoffentlich nicht wirklich. Die nichtsdestotrotz nennen wir sie mal ausreichenden Ergebnisse der letzten Jahre sind dann immer wieder auf großartige Einzelspieler zurückzuführen gewesen (Auba, Dembele, Alcacer, Sancho, Haaland). Wann aber haben wir zuletzt mal etwas großes als Mannschaft gerissen? Ich komme lediglich auf Heimsiege in der Champions League gegen Atletico und Paris oder ein erinnerungswürdiges 3:2 gegen Bayern in der Bundesliga.
Diese fehlende Professionalität, z.B. in der Kaderzusammenstellung oder in der Ausarbeitung ganzheitlicher Konzepte, wird jetzt mehr denn je sichtbar, wenn eben mal kein überragender Einzelspieler da ist bzw. dieser verletzt ist. Man müsste sich eventuell mal eingestehen, dass es seit Jahren quasi keine Weiterentwicklung gibt und sich hinterfragen woran das liegt. Mir geht die Überzeugung flöten, dass Leute wie Watzke, Zorc, Kehl (und scheinbar auch Sammer) die heutzutage notwendige Expertise in den verschiedenen Bereichen des Profileistungssports mitbringen. Klopp lebt das in Liverpool, mit z.B. einem kompletten Ernährungskonzept, vor. Er holt sich die besten Leute. Wir scheinen zu denken, dass die hauseigene Expertise komplett ausreichend ist.

Lasse ich Revue passieren, welche Gegner wir bis hierhin hatten und welche noch kommen und sehe dabei unsere bisherige Performance, wird mir fast schon schlecht. Ein Neuanfang sollte nicht bedeuten die Mannschaft auszutauschen, sondern die Positionen dahinter allesamt zu hinterfragen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: