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Eines unserer größten Probleme... Identifikation (BVB)

koom, Donnerstag, 18.06.2020, 17:13 (vor 2296 Tagen) @ Talentförderer

Es ist den Vereinen nicht wichtiger Talente zu entwickeln und zu verkaufen statt eine Mannschaft aufzubauen.

Beide Aussagen werden im Verlauf einer Saison gerne mal getätigt. Auch von Dortmunder Führung aus. Da wird dann gerne in der Sommerpause oder am Ende der Saison vom "Angebot, das man nicht ausschlagen könne - man sei ja auch den Aktionären verpflichtet" gesprochen. Ich glaube, der Wortklang ist bekannt.

Und ja, auch wenn man den designierten Nachfolger vielleicht parat stehen hat - trotzdem ist das ein anderer Spieler und man gibt Eingespieltheit im Kader auf. Und dann fehlen halt durch solche Wechsel die 5% Eingespieltheit in den engen Spielen.

die Spieler die hier gerne was aufbauen möchten, werden nämlich auch von den Fans immer gerne sehr schnell vom Hof gejagt.

Das sowieso. Gewinnt die Mannschaft xmal in Folge, sind das prima Jungs, die fighten und füreinander da sind. Bleibt das Ergebnis mal aus (evtl. trotz gutem Spiels), dann wird ihnen Identifikation, Eier und Klasse abgesprochen. Es sind insgesamt halt viele Dinge die da wirken. Die Fans würde ich jetzt einfach mal aus der Diskussion herausnehmen, einfach auch, weil es nicht "die Fans" gibt.

Aber die Vereins- und Mannschaftsführung ist relevant, hat Einblicke und ist verantwortlich. Und sicherlich kann man das gerne anders wahrnehmen, aber die Kaderhistorie von Dortmund (und etlichen anderen Vereinen) spricht eine recht klare Sprache: Man hält den Kader nicht zusammen, sondern gibt die Spieler sehr schnell ab, wenn das Geld verlockend genug ist. Und zumindest Dortmund muss das finanziell nicht sooo zwingend tun. Zumindest nicht so, wie sie es seit etlichen Jahren machen.

Das es auf der Basis dann schwierig ist für den Trainer (egal wer), den Kader weiterzuentwickeln, ist klar. Man etabliert gerade ein Fundament, auf das man dann mal 1-2 Jahre aufbauen will. Man darf dauernd von vorne anfangen. Das ist dann quasi eine Sysiphus-Arbeit, weil immer woanders eine (Wissens-)Lücke entsteht. Nimm mal die Offensive: Da hast du es gerade den STartern eingebimst, wann wer wie wo anlaufen soll, dann geht wieder einer Weg und du musst eine neue Statik dort einziehen. Und dann bricht dir einer im ZM weg und darfst dort neu nachflicken. Anstatt irgendwann mal ein Korsett zu haben, wo du im Grunde einfach die letztjährige Mannschaft spielen lassen könntest und dann peu-a-peu mal einen neuen in diese Menagerie einsetzt, musst du wieder von vorne puzzlen und die passende Formation finden.


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