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"Anschein von Willkür" (SZ zu Fehlentscheidungen gegen den BVB) (BVB)

burz, Lünen, Dienstag, 16.06.2020, 11:47 (vor 2297 Tagen) @ Vati Morgana

Der Autor bleibt sie schuldig, dabei liegt sie auf der Hand: Transparenz! Und dafür genügen bereits zwei simple Maßnahmen:

1. Man setzt keine wechselnden Profi-Schiedsrichter mehr als VAR ein, sondern geschulte Videoanalysten mit Schiedsrichterausbildung.
Dadurch soll verhindert werden, dass bereits im Keller subjektiv über Dinge geurteilt wird. Der VAR muss geschult werden, dass bei bestimmten Vergehen ohne Ermessensspielraums stets eine Meldung zu erfolgen hat, die der Hauptschiedsrichter im Zweifel selbst am Monitor nochmal überprüfen sollte.

2. An einem Spieltag werden die getroffenen oder nicht getroffenen Entscheidungen des VARs anhand des aktuellen Regelwerks erklärt. Sei es im Rahmen des ASS oder online auf der Seite der DFL.
Dabei kann zugrunde gelegt werden warum bei Boateng nicht eingegriffen wurde, weshalb das Handspiel von Tapsoba eins war obwohl nicht er aktiv zum Ball geht und weshalb die Schulter von Guerreiro aktuell als Hand zählt - oder eben doch nicht.

Dabei würden sicherlich auch Fehler eingeräumt, aber viel wichtiger:
- es wird überhaupt das aktuelle Regelwerk und die empfohlene Auslegung dargelegt. Man schafft so eine Vergleichbarkeit zwischen den Spielen, die aktuell überhaupt nicht gegeben ist.
- Und man hat eine Bewertungsgrundlage. Jetzt kann jeder zwei Tage über eine Entscheidung schimpfen, aber die wesentliche Bewertung erfolgt intern hinter verschlossener Tür und diese kann sich auch vollkommen von der Meinung der Fans unterscheiden.
Die Fans grübeln ob Schulter horizontal oder vertikal ab Achselhöhle gilt oder gar doch bereits Kontakt im ganzen Bereich Kurzarmtrikotärmel erlaubt ist - warum erklärt der entsprechende VAR die aktuell gültige Entscheidungsgrundlage nicht einfach selbst?

Es wäre so einfach und zu schön genauso vorzugehen wie Du es beschreibst. Mich würde doch sehr interessieren,warum der DFB diese Transparenz nicht schafft.

Ganz nebenbei hätte man dann auch ein Fernsehformat mit Substanz. Eine wunderbare und leider doch so ferne Fußballwelt.


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