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Ließe sich die Insolvenz der Vereine auch ohne Geisterspiele vermeiden? (Fußball und Sport allgemein)

pactum Trotmundense, Syburg, Samstag, 02.05.2020, 15:46 (vor 2072 Tagen) @ horstenberg

Es gibt bei deinen Überlegungen ein paar Probleme. Die Spieler haben Zeitverträge. An die Erfüllung sind beide Seiten gebunden. Die Spieler können nicht mal eben so kündigen und der Arbeitgeber auch nicht.

Selbst wenn man es betriebsbedingt begründet, dürfte der Arbeitgeber nicht in der nächsten Zeit Arbeitnehmer (Spieler) einstellen, die den weggefallenen Arbeitnehmer 1 zu 1 ersetzen. Damit hat die Rechtsprechung verhindert, dass Arbeitgeber diesen Grund vorschieben um Mitarbeiter los zu werden und zu ersetzen. Ich weiß jetzt nicht die genaue Zeit, aber ich meine das BAG hat mal eine Kündigung für unwirksam erklärt, nachdem ein Arbeitgeber die Stelle nach drei oder vier Monaten neu besetzt hatte. Stellt sich also die Frage wie du das Kerngeschäft des BVB fortführen willst, wenn du die Mitarbeiter dafür nicht hast?

Kurzarbeitergeld für Sportler gibt es und wird z.B. im Handball und Eishockey gerade ausgiebig genutzt. Die Auszahlungssumme des KuG hat aber eine Höchstgrenze und die ist im Vergleich zum Gehalt unserer Profis geradezu ein Taschengeld. Das werden die Spieler nicht mitmachen. Kann man finden wie man will. Spieler werden gehandelt wie Ware, da sollte man nicht allzu viel erwarten. Die Vereine sind schließlich auch nicht loyal und würden jeden Spieler direkt auf dem Transfermarkt listen, wenn es opportun ist.

Die Idee mit dem Regionalliga-Kader funktioniert auch nicht so. Nicht jeder von denen hat eine Profi-Lizenz. Man müsste sie also bei der DFL melden, was einen Vertrag nötig macht, was wieder dem Arbeitsgericht deutlich macht, dass die betriebsbedingten Kündigungen ohne Grundlage waren. Im Sport ist es nicht ganz so einfach auf dem Papier eine Stelle zu schaffen, die es so in der Form vorher noch nicht gab um dem Arbeitsgericht vorzumachen, dass es sich nicht um einen Ersatz für den betriebsbedingten Angestellten handelt sondern um etwas unabhängig davon.


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