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Was für ein Quatsch (BVB)

uwelito, Wambel forever, Montag, 25.11.2019, 11:22 (vor 2490 Tagen) @ Nietzsche

Die Argumentation ist:
Der BVB hat Geld, der BVB kann Aufmerksamkeit generieren. Und daraus folgt für den Autor, er müsse sich für Frauenfußball engagieren, weil den Mädels ja so furchtbar übel mitgespielt wird.

Und weil es nicht so passiert, wie gewünscht, kommt der Vorwurf der Komfortzone.

Man ersetze Frauenfußball durch E-Sports. Auch da besteht kein gesteigertes Interesse. Und schon wirkt die ganze moralische Herangehensweis genauso lächerlich, wie sie in Wahrheit ist.

Frauenfußball ist genau da, wo er hingehört. Es gibt genau so viel Aufmerksamkeit, wie von den Zuschauern aufgebracht wird. Wenn es niemanden so richtig interessiert, dann ist das halt so. Und nein, das liegt nicht an den Frauen oder einer Diskriminierung oder einem gesellschaftlichen Problem. Es interessiert einfach nicht so viele Leute.

Gilt übrigens auch für Rudern, Bogenschießen, Curling und viel tausend andere Sportarten.

Die Ausgangsfrage, die sich für mich stellt, lautet: Würden gerade Frauen und Mädchen, die bis jetzt (so gut wie) keinen Sport treiben, in einer einer signifikanten Größenordnung durch eine entsprechende Abteilung beim BVB dazu motiviert werden, aktiv Fußball zu spielen? Sollte die Antwort ja lauten, auch oder gerade weil andere Vereine durch die Initiative des BVB von einem Schub profitieren, sollten wir das machen. Mir geht es dabei um die Verbesserung der individuellen Lebensqualität und die positiven gesellschaftlichen Auswirkungen, die der Breitensport generiert.

Individuell unterschiedliche Motive der Sportlerinnen sollten dabei genau so legitim sein, wie das bei Jungen und Männern der Fall ist. Der Fokus sollte sich aber grundsätzlich weniger auf die anfänglichen Motive beziehen, als auf die möglichen Ergebnisse.


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