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Bin dagegen - der BVB würde nur traditionsreiche Teams verdrängen (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 24.11.2019, 00:43 (vor 2491 Tagen) @ Talentförderer

Ich kann mir vorstellen dass es ursprünglich einfach nicht soviele Spielerinnen hab. In der Nationalmannschaft waren oft schon 17/18/19 Jährige als Leistungsträger unterwegs.

Das ist einerseits richtig.

Man muss allerdings mehrere Unterschiede berücksichtigen.

Zum einen verläuft die physische und psychische Entwicklung bei jungen Frauen und Männern im Teenageralter anders. Bei Mädchen setzt der Pubertäts- und Reifeprozess im allgemeinen früher ein und ist auch früher beendet. Es lag/liegt demnach nicht nur an der Anzahl der zur Verfügung stehenden Spielerinnen, sondern auch am Entwicklungsstand, wenn bereits 17jährige Leistungsträgerinnen in ihren Clubs waren und sind. Birgit Prinz war 15, als sie ihr erstes Erstligaspiel bestritt und 16, als sie ihr erstes Spiel in der Nationalmannschaft absolvierte.

Zum anderen ist es so, dass viele Spielerinnen in den Vereinen ihre Karriere bereits mit ca. 28 beenden. Das liegt einerseits daran, dass sich in diesem Alter nach Ausbildung oder Studium viele auf ihre berufliche Karriere konzentrieren müssen, weil sie sonst den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg respektive die Fortentwicklung verpassen. Dass man als Profispielerin tatsächlich vom Fußball nicht nur leben, sondern auch für die Zukunft vorsorgen kann, ist erst ein sehr junges Phänomen und trifft nur auf eine sehr kleine Gruppe von Spielerinnen zu. Vorreiter waren hier die USA und die skandinavischen Länder.

Ein wesentlicher Punkt ist auch die schlichte Tatsache, dass es Frauen und eben nicht Männer sind, die Kinder zur Welt bringen. Mit Ende 20 wächst häufig der Kinderwunsch und die biologischen Grenzen sind nun einmal vorhanden. Das Einlegen einer Babypause und die anschließende Rückkehr in den aktiven Fußball ist momentan noch eine Seltenheit. Meist bedeutet die Geburt des ersten Kindes auch das Ende der Karriere als Fußballerin. Man wird sehen, wie es jetzt bei Almuth Schult verlaufen wird.

Letzten Endes ist die Zeitdauer im Erwachsenenfußball für Frauen und Männer gleich, nur ist sie bei Frauen etwas nach vorne versetzt und endet entsprechend in einem früheren Alter. Dabei gibt es sicherlich aus diversen Gründen Ausnahmen.


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