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Ernst Happel (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 03.09.2019, 18:13 (vor 2452 Tagen) @ herrNick

Weil diese Art der Mitarbeiter/Menschen/Spieler-Führung heute nicht mehr funktioniert. Kommunikation ist zu einem zentralen Punkt geworden - sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich. Die Führungskraft/der Trainer als reine Autorität stirbt aus... Mitarbeiter (Spieler) wollen heute nicht nur Entscheidungen, sondern begründete Entscheidungen...


Gewagte These, die durch nichts zu belegen ist. Happel hat in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Deutschland und in Österreich jeweils sehr erfolgreich gearbeitet. Ich denke es ist valide, dass es in diesen Ländern von der Kommunikation her durchaus kulturelle Unterschiede gibt. In allen Ländern hat er anscheinend die passende Art der Kommunikation gefunden.

Ernst Happel war einer der besten Trainer der Fußballhistorie. Nicht nur, weil er innovativ war und einer der Väter des ‚voetbal total‘ war oder das Pressing als Taktikelement in den Niederlanden (noch vor Rinus Michels) und in Deutschland einführte oder weil er mit jedem der von ihm trainierten Clubs erfolgreich war. Sondern auch, weil er die Spieler immer zu überzeugen wusste. Anders wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, bei den jeweiligen Mannschaften einen gänzlich anderen Fußball einzuführen, der ein hohes Taktikverständnis und eine hohe körperliche Fitness von den Spielern verlangte.

Happel war wortkarg und mit der Presse mochte er überhaupt nicht gern reden. Aber mit seinen Spielern hat er immer gesprochen, hat sie sogar in wichtige Entscheidungen miteingebunden. Andere mochten wortreicher gewesen sein, Happel hat seine Spieler mit Argumenten überzeugt. Man dürfte wohl keinen seiner ehemaligen Spieler treffen, der dies nicht bestätigen würde. Einfach mal bei Horst Hrubesch nachfragen. Happel war fachlich und menschlich eine Autorität.

Sein Kollege Branko Zebec war fachlich ebenfalls einer der besten Trainer der Bundesligageschichte. Er machte Bayern zu einer taktisch disziplinierten Mannschaft und gewann mit dem Team nicht nur die erste Bundesligameisterschaft, sondern gleich das erste Double der Clubgeschichte gleich dazu. Den HSV führte er ebenfalls zu seiner ersten Bundesligameisterschaft. Aber im Gegensatz zu Happel bekam er immer wieder Probleme mit den Spielern seiner Teams. Nicht nur wegen seiner harten Trainingsmethoden, sondern auch wegen seines unkommunikativen (friendly speaking) Verhaltens den Spielern gegenüber.


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