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Vertragsverhandlungen Mario Götze (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 29.07.2019, 10:51 (vor 2486 Tagen) @ Tom Frost

Der gute Herr hat die Kappe kaputt. Ich sehe Götzes Leistung der letzten Saison nicht so schlecht wie viele andere, aber selbst die gebotenen sieben bis acht Millionen sind schon nur schwer mit seinem sportlichen Stellenwert in Einklang zu bringen.

Wenn er einen anderen Dummen findet, der ihm die 10 Millionen zu zahlen bereit ist: Bitte sehr. Er weiß ja noch, wo die Tür ist.


Gut getroffen. Klar gehört manches zum Verhandeln dazu.
Der eine Dumme waren die letzten Jahre ja dann wohl wir, 10 Mio, mein Arsch...

Ob dumm oder unumgänglich im internationalen Fußballgeschäft, wenn es um Spitzenspieler geht - in der Tat gehören zu einem Vertrag immer zwei, die ihn unterschreiben. Ob es sich dabei um Götze oder irgendeinen anderen Spieler handelt, ist relativ wurscht. Ich weiß nicht, ob die Höhe des Jahresgehaltes z.B. eines Marius Wolf stimmt, die in diversen Berichten zu lesen war. Sollte sie annähernd richtig sein, dann gehört sie nach einer angemessenen Zeit (der Spieler hat erst eine Saison bei uns hinter sich) mMn genauso auf den Prüfstand wie das Gehalt eines Hummels oder anderer. Immer in Relation zu den jeweils gezeigten Leistungen und dem Nutzen, den der Club daraus gezogen hat bzw. zieht.

Die immer höheren Transfersummen, die für absolute Topspielern bezahlt werden, ziehen eine Erhöhung der Transfersummen auch für weniger herausragende Spieler nach sich. Das allgemeine Niveau der Transferzahlungen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Das ist sicherlich ein großes Problem insbesondere für alle Clubs, die von den großen Geldströmen des Fußballgeschäfts abgeschnitten sind. Das mMn viel größere Problem sind allerdings die in immer höhere Sphären enteilenden Gehälter/Einkommen der Spitzenspieler, die auch nicht ohne Auswirkungen auf den gesamten Kader bleiben. Die Verhandlungen der Bayern mit Toni Kroos über eine Vertragsverlängerung vor einigen Jahren wurden auch von der Gehaltshöhe beeinflusst, die man dem neuverpflichteten Götze zugestanden hatte. Einkommenshöhen bleiben nicht geheim im Kreis der Spieler und ihrer Berater. Bayern wollte Kroos partout nicht auf das Niveau anheben, das Götze ausgehandelt hatte. Aus sportlicher Sicht im Nachhinein sicherlich ein großer Fehler, aus finanzieller Sicht für mich allerdings nachvollziehbar. Kroos brach die Verhandlungen ab, wechselte zu Real. Götze wurde für Bayern eher zur Enttäuschung, Kroos spielte bei Real groß auf. Es ist selten, dass man an der Säbener Fehler eingesteht, im Falle Kroos waren da aber schon Töne in dieser Richtung zu hören. Andererseits wären mit Sicherheit stante pede andere Spieler auf der Matte gewesen, die ‚Nachschläge‘ beim Gehalt gefordert hätten, wenn man die Forderungen von Kroos erfüllt hätte. Und das kann sich auch ein Club wie Bayern nicht erlauben.

Was man aus München so in letzter Zeit an Äußerungen (nicht nur) hinsichtlich Transferthemen hört, hat schon einigen Unterhaltungswert und klingt vielfach auch nach mauen Ausreden. Ich nehme ihnen allerdings ab, dass man bewusst den Kader klein halten (auch wenn noch 3,4 Spieler benötigt werden) und auf Polyvalenz der Spieler setzen will. Es bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig. Sollte ein Sané zu Bayern wechseln, dürften dessen Gehalt/Einkommen auch für Bayern eine neue Dimension darstellen. Auch wenn einige Großverdiener den Club verlassen haben, die Neuverpflichtungen dürften alle nicht mit Monopolygeld bezahlt werden. Ohne Gehälter in solchen Höhen wird man aber keine qualitativ hochstehenden Neuverpflichtungen tätigen können, selbst wenn diese noch nicht einmal dem absoluten Topniveau entsprechen. Da aber auch das Gehaltsbudget der Bayern limitiert ist, muss halt an der Kadergröße gespart werden. Dies wiederum bedingt, dass Spieler auf mehr als einer Position eingesetzt werden können.

Wir sollten dabei nicht die Augen davor verschließen, dass auch der BVB von dieser Thematik betroffen ist. Dass Kaderverkleinerung das Gebot der Stunde ist, wird ja auch von den Clubverantwortlichen so kommuniziert. Die aktuelle Kadergröße hat sicherlich auch spezifische Gründe, aber in eine solche Situation sollte man nicht allzu oft kommen. Das Setzen auf junge Talente hat viel für sich und wirkt sich auch ‚mäßigend‘ auf das Gehaltsbudget aus. Nur wenn man die Meisterschaft anstrebt, kommt man an der Verpflichtung ‚gestandener‘ Spieler nicht vorbei. Entsprechend hat die Clubführung nun gehandelt. Nur dürfte klar sein, dass diese Neuverpflichtungen höhere Gehälter beziehen als es bei jungen Talenten der Fall wäre. Sicherlich bringt es Entlastung und Spielraum im Budget, wenn uns Spieler mit hohen Einkommen nun verlassen, die sportlich keine Zukunft haben. Aber auch bei Spielern, die man eher halten will, muss eine kritische Elle hinsichtlich des Gehaltsniveaus angelegt werden. Ob sie nun Götze oder anders heißen.


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