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Neu auf schwatzgelb.de: Nieder mit der Champions-League! (BVB)

Schnippelbohne, Bauernland, Mittwoch, 22.05.2019, 09:55 (vor 2546 Tagen) @ Micawber

Ich finde insgesamt Watzkes Aussagen nicht nur falsch sondern auch ziemlich arrogant.
Diese "Reform" ist weder unausweichlich noch irgendwie logisch.
Man zerstört ein einigermaßen funktionierendes System der Europacup-Wettbewerbe nur um einigen Clubs Planungssicherheit zu verschaffen.
Watzke sollte schon erkennen das er in erster Linie die Interessen des BVB und seiner Anhänger vertreten soll und nicht versuchen sollte sich bei Perez und Agnelli beliebt zu machen.

Diese Reform wird dann kommen, wenn die großen Clubs (bzw. deren geldgeber und Sponsoren) aus den großen europäischen Ligen dies wollen. In Spanien und Italien sind die meisten Clubs aus unterschiedlichen Gründen mit ziemlicher Sicherheit dafür. PSG wird sich auch dafür einsetzen.

In England sieht es vielleicht noch etwas anders aus, allerdings werden Clubs wie City oder Chelsea mit ihren Billionärs-Sponsoren ebenfalls nichts dagegen haben und auch bei Vereien wie United und Liverpool dürften die Eigentümer aus wirtschaftlichen Gründen eher dafür sein, obwohl sich ja auch mit der Premier League schon gut Geld verdienen lässt.

Wenn all diese Clubs nun eine europäische Super-League durchsetzen, gibt es für die Top-Clubs der Bundesliga aber nur noch die Wahl, entweder dort mitzumachen oder auszusteigen und sich auf die nationale Liga zu beschränken, die dann aber in der internationalen Wahrnehmung eben nur noch die zweite Klasse darstellt und mit entsprechend weniger TV-Einahmen und Sponsorengeldern wird auskommen müssen.

Und auch in Deutschland wird das Interesse an dieser Liga (zumindest bei den TV-Konsumenten) wohl spürbar nachlassen, wenn hier dann noch weniger Stars und Superstars aktiv sein werden. Und eine solche Abwärtsspirale wird sicher kommen, denn selbst volle Stadien an den Spieltagen werden bei weitem nicht so viel Geld generieren, dass man damit auch nur in die Nähe dessen kommt, was in dieser Super-League zu verdienen ist.

Insofern halte ich Watzkes Aussage für absolut realistisch und logisch, völlig unabhängig davon, wie sehr man diese Entwicklung nun ablehnt.

Genau das ist aber doch der Punkt: Warum sollte die Bundesliga bei einem neuen System mitmachen, bei dem der nationale Markt mit 100%iger Sicherheit bergab gehen wird? Das gefällt den drei, vier Clubs, die sich regelmäßige internationale Teilnahmen versprechen und der Rest wird einfach abgehängt.
Die Bundesliga muss nicht springen, weil Agnelli & Co. das sagen. Vor allem, wenn keinerlei Vorteile für die große Mehrheit der Vereine erkennbar sind. Ich habe daher durchaus Sympathie für den Vorschlag, der offenbar in der DFL-Sitzung gemacht wurde: Warum nicht raus aus der ECA? Die MBappes und Neymars dieser Welt spielen sowieso nicht in Deutschland. Wer die sehen will, ist in Bundesligastadien auch heute schon falsch. Seltsamerweise schadet das dem Zuschauerschnitt aber nicht. Daher würde ich konsequenter auf den nationalen Markt setzen und der ECA/Uefa sagen: "Entweder ihr findet ein System, dass die Bundesliga nicht schwächt oder wir sind raus." Die Bundesliga ist eine der größten europäischen Ligen. Wäre die in der CL nicht mehr vertreten, würde das die CL deutlich abwerten.


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