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BVB II gegen Kaan-Marienborn abgesagt (BVB)

Jens, Dortmund, Montag, 25.03.2019, 16:58 (vor 2593 Tagen) @ Kulibi77

"Millionenschwer" ist auch so eine derbe Übertreibung, als hätten die Bundesligisten ihre U23 mit Millionen aufgepumpt.


Alternativ könnte man auch eine Gehaltsobergrenze von 5000 Euro netto im Monat einführen für Spieler und Betreuer bei Zweitmannschaften. Ist halt die Frage wieviele Spieler dann noch übrig sind. Das Thema Profiabstellungen hätte sich schon mal komplett erledigt. Es würde jedoch signifikant die Startbedingungen in der Liga auf ein Level bringen.

Wie viele Profis werden denn nach "unten" abgestellt und wie wirkt sich das idR auf die Ergebnisse aus? Die U23 gehört zur Ausbildung der meisten Profivereine, anders als für den Regionalligisten, der ums überleben kämpft und keine Zeit hat.

Es gehört zur Ausbildung von jungen Fußballern und es ist kein Zufall, dass man bspw. in England darüber nachdenkt, das deutsche Modell zu kopieren (unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, das in England durchsetzen zu können).


Kein Jugendspieler wird in England gezwungen in der U23-Liga zu spielen. Die unterschreiben alle mit vollen Bewußtsein einen Vertrag mit 18 um sich darauf einzulassen. Warum nur?

Weil sie eben - wie schon beschrieben - selten die Möglichkeit haben, mit 18 bei einem anderen Profiverein unterzukommen. Sie sind eben jung und die meisten Vereine scheuen die Verpflichtung eines jungen Spielers. Zumal sich die Spielweise in den Ligen 2 - 4 in England (und in Deutschland) doch deutlich von der den starken Nachwuchsmannschaften unterscheidet. Am Ende muss ein junger Spieler spielen, spielen und nochmals spielen. Da ist die Reserve natürlich immer die bessere Alternative als in der Championship, League 1 oder 2 auf der Bank zu sitzen.

Ohne die zweiten Mannschaften fehlt vielen ehemaligen Jugendspielern die Möglichkeiten, sich noch einmal 1-2 Jahre in den Seniorenbereich einfinden zu können. Und diese Zeit brauchen viele noch, die heute in der ersten, zweiten oder dritten Liga spielen.


In erster Linie fehlt den Vereinen ein Anreiz "ihr Kapital" gehen zu lassen. Der Spieler könnte ja mit 21 was einbringen, anstatt ihn mit 18 an einen echten Regionalligisten abzugeben.

Es gilt dasselbe wie oben beschrieben. Selten will ein Regionalligist einen jungen Spieler verpflichten, der noch ausgebildet werden muss. Anders als bei den U23-Mannschaften, bei denen das eben dazu gehört. Du kannst ja mal recherchieren, was mit den U19-Spielern der Vereine passiert ist, die ihre zweite Mannschaft abgeschafft haben. Ein Regionalligist, der aufsteigen will oder um den Klassenerhalt kämpft, wird einen Nachwuchsspieler nur selten verpflichten und dann kommt für den Jungen noch das große Risiko hinzu, dort nur wenig bis nie spielen zu können.

Über den BVB sind derzeit über 90 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und der zweiten Mannschaft in den ersten drei Profiligen in Deutschland oder einer ersten Liga im benachbarten Ausland gelandet. Ohne die U23 wäre die Quote deutlich schlechter und damit die Ausbildung erschwert. Ob davon dann am Ende Regionalligsten profitieren würden? Ich bezweifel es. Die Regionalliga ist derzeit voll von Spielern, die einst in den NLZ ausgebildet wurden und die Vereinen damit bessere Möglichkeiten bieten als das früher der Fall war. Auch da lohnt sich ein Blick in die Kader der Teams. Die allerwenigsten kamen aber direkt von der U19 zu diesen Clubs.


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