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RN | BVB-Boss gibt Stöger Rückendeckung - Nichts neues zur Trainerfrage (BVB)

Alones, Donnerstag, 26.04.2018, 11:29 (vor 3085 Tagen) @ Phil

Ich halte diese Analyse weiterhin für nicht wirklich konsistent. Also dass da ein Kader nicht zu dem passte, was ein Trainer wollte. Es mag nicht perfekt gepasst haben, aber die Gründe dafür, dass das am Ende gar nicht ging, waren in meinen Augen andere.

Ich halte Bosz grundsätzlich für keinen schlechten Trainer. Aber mit Weigl & Sahin aggressives Pressing spielen zu wollen, wirkte im Nachhinein dann doch sehr ambitioniert, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Vllt. war es auch das, was Bosz wollte. Aber so recht kann ich das nicht glauben. Und ja, insgesamt lag und liegt da noch mehr im Argen.

Also mit van Maarwijk hat man den quasi insolventen und schwer angeschlagenen BVB jedenfalls noch einige Zeit ganz gut auf Kurs gehalten. Geholt hatten diesen Trainer aber ja auch noch andere.

Dass es am Ende unschön ausging, kommt halt manchmal vor. Dennoch war das eine absolut fruchtbare Zusammenarbeit und alle gemeinsam haben daran gearbeitet, den BVB irgendwie über Wasser zu halten.

Ich finde auch, dass BvM damals einen guter Job gemacht hat. Umso unverständlicher, dass man dann so ein Theater veranstaltet hat. Die Vision von Watzke war ja damals Werder Bremen mehr oder weniger zu kopieren. Ohne Not heraus veränderte man also das System. Ausgang bekannt. Man hätte sich niemals in die Arbeit des Trainers einmischen dürfen.

Röber war dann ein kompletter Fehlschuss. Auch aus Chaos heraus geboren. Damals wurden ja unzählige Namen gehandelt. Ein ewiges hin und her mit van Maarwijk, von Heesen, Magath wurde kontaktiert (aber da nur im Schlafanzug anzutreffen, doch eher nicht gewählt), Hitzfeld wollte nicht...

Das waren aber auch schwierige Zeiten. Sollte man auch nicht vergessen.

Auch heute haben wir schwierige Zeiten. Es ist zumindest nicht weniger chaotisch, wenngleich nicht alles selbstverschuldet ist (Stichwort Anschlag) und wir uns mittlerweile auf einem völlig anderen Niveau befinden. Wie schnell es jedoch auch wieder nach unten gehen kann, hat man in der Hinrunde gesehen. Wir sind leider ein Verein der Extreme.

Doll hat den BVB dann gerettet. Also ging seine Verpflichtung auf. Denn darum ging es dann ja erst einmal. Dass es dann mit ihm, bis auf den Pokal, nicht wirklich lief, lag wohl auch einfach an einer Art "Übergangszeit". Man hatte wieder etwas Luft zum atmen, aber eben auch nicht genug, um wirklich strategisch etwas aufzubauen.

Gut, Doll hat den Abstieg verhindert. Aber alles, was danach kam, war schon richtig übel. Wenn man als Borussia Dortmund die Saison hinter dem VfL Bochum abschließt, hat man schon verdammt viel falsch gemacht. Dementsprechend tue ich mich da schwer, von einem wirklichen Erfolg zu sprechen.

Natürlich war das Zutrauen in die eigenen Arbeit schon einmal größer. Natürlich ist man unter den Umständen der letzten 1,5-2 Jahre auch ziemlich zermürbt worden. Und ja, der Trainermarkt ist ohnehin derzeit nicht sonderlich "leicht".

Aber wann ist der Trainermarkt schon mal wirklich "leicht"? Von außen betrachtet, ist das ohnehin nur schwer zu beurteilen, weil wir nicht wissen, wer gerade wirklich zur Verfügung steht, und wer nicht. Offensichtlich ist Wunschkandidat Nagelsmann aktuell nicht verfügbar. Aber dafür könnte Favre möglicherweise ab kommenden Sommer frei sein. Es gibt schlimmere Ausgangssituationen. Und ja, ich finde es auch etwas schade, dass man es nicht geschafft hat, einen Nachwuchstrainer aus den eigenen Reihen aufzubauen, dem man diesen Job zutrauen könnte.

Dennoch hat man aus meiner Sicht durchaus einen Plan, den man verfolgt. In meinen Augen ist dabei aber vor allem wichtig, dass man die internen Strukturen aufbricht und verändert. Und dann erst ist relevant, wer genau da auf der Trainerbank sitzt. Dies zu erläutern, würde aber jetzt etwas den Rahmen sprengen.

Wir werden es sehen. Ich hoffe, die aktuellen Veränderungen zahlen sich aus.


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