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Süddeutsche: BVB mit Favre weitgehend einig (BVB)

Emilyjasmin, Dienstag, 16.05.2017, 20:52 (vor 3159 Tagen) @ hanno29

Ich habe außer von Bürki von keinem bisher ein Statement pro Tuchel vernommen. Die Antworten gingen von "er ist analytisch" bis hin zu "jetzt zählt nur die Mannschaft" und es liegt ein "professionelles Verhältnis" vor.

Gib mal bei Google "Dembele schärmt von Tuchel" ein. Ansonsten gibt es noch ein MIttelding zwischen vom Trainer schwärmen und massive Probleme mit ihm haben. An einem "professionellen Verhältnis, so wie es sein sollte" kann ich leider nichts Schlimmes erkennen. Nochmal: Ich kenne bis jetzt keine einzige kritische Stimme gegen den Trainer (außer 3 anonyme Stimmen). Möglich, dass noch welche kommen. Aber Stand jetzt kenne ich nur positive Statements mit Quelle.

Wenn die Mannschaft diese Saison Traumfußball gespielt hätte - kontinuierlich und jetzt aufeinmal einbrechen würde, dann könnte man Watzke einen Strick daraus drehen, da dies aber nicht der Fall war, kann man dann nicht sagen - nur wegen Aki, spielen die jetzt so "schlecht".

Das ist mir zu schwarz / weiß. Die Tuchel Basher argumentieren so: Eine Schlammschlacht beeinflusst Spieler nicht, das sind ja schließlich Profis. Wenn wir also nicht Dritter und DFB Pokal Sieger werden, liegt das einzig und alleine an Tuchel. Watzke hat gar nichts damit zu tun.

Die Watzke Basher sagen hingegen: Wenn die Mannschaft jetzt versagt, ist einzig und alleine Watzke Schuld.

Es gibt aber nicht nur schwarz oder weiß. Klar ist, dass eine Schlammschlacht nicht förderlich ist. Sollten wir unsere Ziele nicht erreichen, wird zumindest die Frage aufkommen, inwieweit Watzkes Aussagen dazu beigetragen haben. Und das zurecht. Das heißt aber nicht, dass er alleine Schuld ist. Genau so wenig, wie Tuchel alleine Schuld wäre.

Samstag war ein Spiegelbild von so vielen Auswärtsspielen gegen kleine Mannschaften, wo es kein Interview zuvor gegeben hat.
Sollte man im Finale verlieren, suche ich den/die Schuldigen nicht auf der Tribüne, sondern auf und neben Platz.

Ja, wie oben geschildert. So kann man es sich natürlich sehr leicht machen. Das ist übrigens ein allgemein bekannter Fakt: Menschen machen eher Fehler, wenn sie Angst davor haben, Fehler zu machen. Und das haben sie umso mehr, je mehr sie unter Beschuss stehen. Die beste Möglichkeit, einen eigenen Mitarbeiter dabei zu erwischen, wie er einen Fehler macht, ist sich neben ihm hinzustellen und ihn verbal fertigzumachen. Und zwar so lange, bis er endlich den Fehler macht. Ich kann nicht beurteilen, was Tuchel intern gemacht hat und wie schlimm das war. Ich weiß aber, dass das, was in den letzten 10 Tagen medial ablief, unter aller Kanone war. Zu glauben, dass ein Mensch unter diesen Umständen genau so cool ist wie sonst und genau so wenig / viele Fehler macht wie im Normalzustand (ist ja schließlich ein Profi), ist (entschuldige bitte) naiv. Oder vielmehr berechnend: Denn wenn die Mannschaft jetzt scheitert, kann man auf diese Weise Tuchel alleine die Schuld geben und darauf hinweisen, dass die Mannschaft ja schon vorher auch mal schlecht gespielt hat. Trifft übrigens sogar auf den FC Bayern zu. Es gibt nicht eine einzige Mannschaft, die ich kenne, die in dieser Saison nicht auch mindestens ein schwaches Spiel abgeliefert hat.

Interessanterweise könnte man diese Argumentation auch wunderbar umdrehen. Denn wenn das alles Profis sind, denen Schlammschlachten gar nichts ausmacht und einem Trainer es völlig kalt lässt, entgegen seiner eigenen Worte, dass er medial fertig gemacht wird und er trotzdem noch genau so souverän arbeiten kann, wenn das alles also keine Menschen sondern Profis (eher Roboter) sind, warum sollte Tuchel denn dann überhaupt gehen? Und sollte Tuchel die ganze Manschaft verbal fertiggemacht haben, es sind doch Profis, die alles kalt lässt? Hier stimmt in der Argumentation einfach etwas nicht. Natürlich lässt auch einen profi so etwas nicht kalt. Und sollte Tuchel Dinge getan haben, die schlimm für die Mannschaft waren, muss er gehen. Oder besser: Er hätte bereits gehen müssen. Musste er aber nicht! Und wenn er nicht gehen musste, weil er noch seine Arbeit abliefern soll, dann lasst sie ihn auch bitte in Ruhe machen. Hier hat die GF alles andere als gut und souverän ausgesehen.

Dass man das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, ist auch klar, aber wenn sie es schon nicht schaffen, gegen Frankfurt ein Finale zu gewinnen, dann sollte man die nächsten Jahre besser nicht mehr antreten, denn leichter wird es nicht mehr.

Dann hätten wir aber nach mehreren Aus in der 1./2. Pokalrunde am besten gar nicht mehr im DFB Pokal antreten dürfen. Gott sei Dank sind wir es, denn eine Niederlage gegen eine schwache Mannschaft heißt zum Glück nicht, dass man gegen stärkere Mannschaften nicht gewinnt.


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