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"Fußballprofi mit Christusfimmel: Platzverweis für Jesus!" (Kommentar in der taz) (WM / EM / Olympische Spiele aktuell)

Pfostentreffer, Mittwoch, 17.06.2026, 14:30 (vor 12 Stunden, 17 Minuten) @ Mob-Jenson

Eine sehr gute Einordnung zum heutigen Thema: https://taz.de/Fussballprofi-mit-Christusfimmel/!6187200/

Es gibt bestimmt Schlimmeres als Fußballer, die gemeinsam beten, ihren Glauben ausleben. Nmecha jedoch ist längst in die Rolle eines Predigers gewechselt. Er ist das deutsche Gesicht einer Gruppe von Fußballern, die sich zu einer Vereinigung namens „Ballers in God“ zusammengetan haben.

Deren Chef, der ehemalige englische Fußballprofi John Bostock, hat zahlreiche prominente Kicker für seine Plattform gewinnen können, darunter etwa den brasilianischen Torhüter Alisson Becker. Auf Instagram folgen den gläubigen Kickern über 750.000 Menschen. „Impacting the beautiful game for Jesus“, ist das Motto der Vereinigung, die man getrost als evangelikale Sekte bezeichnen kann.

Bostocks Verbindungen zu führenden Aktivisten der fundamentalistischen Awakening-Bewegung in Europa, die Homosexualität für eine krankhafte Abart hält und Konversionstherapien anbietet, sind gut belegt. Erst im Mai veröffentlichte Nmecha auf seinem Youtube-Kanal ein langes Interview mit Bostock, in dem er ihn als seinen Mentor bezeichnet.


Ein linksreaktionäres Blatt sondert Dinge über Erzkonservative ab. Glückwunsch!

Linksreaktionär? Das ist ja wohl eindeutig ein Oxymoron. Was soll das in diesem Kontext bedeuten? Ich glaube nicht, dass ich den Ausdruck schon mal ausserhalb einer Beschreibung von Stalin gelesen habe - ausser vielleicht in rechtsextremen Publikationen. Deswegen: Wie kommst Du darauf, die Taz so zu bezeichnen? Hast Du dafür irgendwelche Hinweise oder gar Belege?

Und Erzkonservsativ ist ebenfalls extrem negativ. Konservativ bedeutet ja historisch u. a. , gegen die Aufklärung und Rationalität zu kämpfen, gegen universelle Menschenrechte zu kämpfen, eine "natürliche Gesellschaftsordnung" zu fordern und "zu konservieren" (also bspw. : Die Reichen sollen reich bleiben, die Armen arm und Frauen habe sich Männern unterzuordnen was früher eben war: Adel soll Adel bleiben und die Unterntanen beherrschen, immer ging es darum, dass Feudalprinzip aufrechtzuerhalten) und gegen das "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" aus der französischen Revolution vorzugehen (eben wieder mit dem Gedanken, dass ja Adel etc. mehr wert ist als der Pöbel, ist also heut noch genau so).

Das ist alles ziemlich negativ und stärkt eigentlich die Argumente deiner Gegendiskutanten, da daraus ja zweifelsfrei hervorgeht, dass er unterschiedliche Menschen (wenn man seinen Likes und Mentoren glauben darf: Vor allem queere Menschen und Frauen) als minderwertig gegenüber anderen Menschen ansieht. Vor allem, wenn du ihn dann nicht nur als "konservativ" sondern als erzkonservativ einschätzt.

Damit bestätigst du aber den Punkt deiner Gegener.

Und die "Erzkonservativen", mit denen du ihn damit in einen Topf schmeisst, sind für den Grossteil der schlimmsten Dinge, die aktuell auf dem Planeten passieren verantwortlich, egal ob Putin, Trump, Orban, die Hamas, Islamisten, Netanjahu oder Dobrindt und Reiche. Sie alle würden sich als "konservativ" bezeichnen (und werden auch oft von anderen "Konservativen" so bezeichnet) und stehen im politischen Spektrum natürlich klar rechts und richten gerade - oder eigentlich schon ziemlich lange -einen extremen Schaden an, der wahrscheinlich nicht mehr zu kitten ist.

Damit stellst du ihn jetzt ebenfalls nicht gerade in eine positive Reihe, wenn man das mal zu Ende denkt. Egal ob historisch oder aktuell.


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